Mobile Wettanbieter 2026: Diese zehn Apps sind in Deutschland erlaubt

Updated Oktober 2026
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Wer in Deutschland mit dem Smartphone wetten will, kommt an einer Frage nicht vorbei, bevor er über Bedienung, Quoten oder Livefunktionen redet: Ist die App überhaupt erlaubt? Eine deutsche Wett-App trägt das Logo der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) nur, wenn der Anbieter eine Sportwetten-Erlaubnis nach § 9 Abs. 8 GlüStV besitzt und auf der Whitelist geführt wird. Wer außerhalb dieser Liste wettet, spielt auf einem nicht erlaubten Angebot – mit allen Konsequenzen, die der Glücksspielstaatsvertrag dafür vorsieht. Erst wenn diese Hürde geklärt ist, wird App-Qualität überhaupt vergleichbar: Wie flott lädt der Wettschein auf dem Touchscreen? Wie zuverlässig läuft der Livestream im mobilen Netz? Welche Funktionen sind unterwegs genauso nutzbar wie am Rechner?

Eine Hand hält ein Smartphone mit dunklem Display in einem Zug, am Fenster ziehen verschwommen Felder vorbei.
In der App-Store-Beschreibung von bet365 steht der „Wetten-Konfigurator+“, der die beliebtesten Wettmöglichkeiten ausgewählter Veranstaltungen in einer Wette kombiniert.

Stand: 19. Oktober 2026 | Geprüft gegen die Whitelist der GGL (Stand 2. Oktober 2026).

Spielerschutz in der App: Dieselben Regeln wie am Rechner

Die Rechtslage endet nicht am Display-Rand. Was für den Wett-PC am Schreibtisch gilt, gilt für die App im S-Bahn-WLAN genauso: derselbe Anbieter, dieselbe Erlaubnis, dieselben Schutzmechanismen. Wer das nicht verinnerlicht, kauft sich mit der ersten Einzahlung Probleme ein, die eine gute Benutzeroberfläche nicht mehr löst.

Ein Fußball liegt auf einem Rasenplatz bei Sonnenaufgang, daneben ein kleiner Stapel Trainingshütchen.
Laut App-Store-Beschreibung überträgt bet365 jedes Jahr Hunderttausende Veranstaltungen per Livestream.

Alter, Konto und Verifikation

Mitmachen darf, wer 18 Jahre alt ist (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Bis zur vollständigen Verifikation gilt eine Übergangsfrist von 72 Stunden, in der der Anbieter spielen lassen darf – aber nur bis zu 100 € Einzahlung kumuliert und ohne Auszahlung. Danach wird das Konto entweder voll verifiziert oder stillgelegt. Pro Anbieter ist nur ein Konto zulässig (§ 6a); eine zweite Anmeldung mit anderer Mailadresse fällt durch die Aktivitätsdatei und führt zur Sperre. Die Verifikation läuft in der App über Personalausweis und Adressnachweis – manche Anbieter ergänzen das um Face-ID-Login, was die Bedienung beschleunigt, an der Pflicht zur Verifikation aber nichts ändert.

Einzahlungslimit: 1.000 € pro Monat, nicht pro App

Das oft zitierte Limit gilt nicht pro App, sondern übergreifend: 1.000 € im Kalendermonat, summiert über alle lizenzierten Anbieter hinweg, technisch durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei (§ 6c Abs. 1). Wer bei drei Anbietern gleichzeitig spielt, hat nach 333 € beim zweiten Anbieter Schluss – egal, ob das Konto dort frisch oder seit Jahren besteht. Eine Erhöhung auf bis zu 10.000 € ist möglich, aber nur gegen nachweisbaren Einkommens- oder Vermögensnachweis; eine Selbstauskunft reicht nicht. Senkungen greifen sofort, Erhöhungen erst nach sieben Tagen. In der App ist das Limit eine harte Schranke, kein Slider, der sich nach Gefühl verschieben lässt.

OASIS und Panikbutton

Vor jeder Anmeldung und bei jedem Login wird die Sperrdatei OASIS abgefragt (§§ 8, 8a). Wer dort mit einer Selbstsperre erfasst ist, kommt nicht rein – die App kann das technisch nicht umgehen. Eine Selbstsperre läuft mindestens drei Monate, wenn man sie selbst mit Frist setzt, sonst mindestens ein Jahr. Dazu kommt der Panikbutton (§ 6i Abs. 3): eine Schaltfläche in der App, die sofort eine 24-Stunden-Sperre auslöst – ohne Begründung, ohne Widerrede, ohne Wartezeit. Für Spieler, die merken, dass sie sich verlieren, ist das die schnellste Bremse, die das deutsche Recht vorsieht. Offshore-Anbieter sind an OASIS nicht angeschlossen; wer dort spielt, hat diese Sicherung nicht.

Wettsteuer: 5,3 %, aber nicht vom Einsatz

Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage, und die ist der Einsatz minus die Steuer selbst – also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags (§§ 17, 18 RennwLottG). Gezahlt wird sie vom Veranstalter, nicht vom Spieler (§ 19). Ob und wie der Anbieter sie an den Kunden weitergibt, ist seine Sache: Manche ziehen sie direkt vom Gewinn ab, andere bauen sie in die Quote ein. Wer eine 2,10-Quote sieht und nicht weiß, ob die Steuer schon eingepreist ist, prüft das in den AGB des Anbieters – der Steuersatz allein sagt darüber nichts. Eine bezahlte Wettsteuer ist übrigens kein Beleg für eine Lizenz: Sie fällt auch bei unlizenzierten Anbietern an.

Zahlungen nur auf eigenes Konto

Einzahlungen sind nur von einem Zahlungskonto erlaubt, das auf den Namen des Spielers lautet und bei einem Institut nach dem Geldwäschegesetz geführt wird (§ 6b Abs. 4). Anonyme Zahlungsmittel – Krypto, anonyme Prepaid – sind damit ausgeschlossen. Wer mit PayPal, Klarna Sofortüberweisung, Kreditkarte oder Banküberweisung einzahlt, liegt im zulässigen Rahmen; wer mit Bitcoin einzahlen will, hat bei lizenzierten Anbietern keine Chance. Bei Kontoauflösung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ausgezahlt, ohne Gebühr, vom insolvenzgeschützten Treuhandkonto (§ 6b Abs. 6-7).

Funktionen, die unterwegs zählen: Was die App vom Browser unterscheidet

Ein mobiler Browser bringt einen zum Wetten – aber eine gut gemachte App bringt einen schneller, mit weniger Reibung, mit Funktionen, die im Browser fehlen oder hakelig laufen. Drei Bereiche entscheiden, ob eine App den Alltagstest auf dem Smartphone besteht.

Wettschein und Touch-Bedienung

Im Browser tippt man sich durch Buttons, die für die Maus gebaut sind; in der App sind dieselben Aktionen für den Daumen gemacht. Ein gut gemachter Wettschein lässt sich mit einer Hand bedienen, zeigt Einsatz und maximalen Gewinn parallel an, und akzeptiert eine Quote, die sich während des Tippens ändert, mit einer klaren Aktualisierung statt eines stillschweigenden Wechsels. Wer mit dem Finger über ein Spielergebnis wischt, sollte nicht aus Versehen eine Wette auslösen. Das klingt banal, aber im Wett-Alltag entscheidet es zwischen Frust und Routine.

Livestream und Ladezeit

Viele lizenzierte Anbieter streamen heute Hunderttausende Veranstaltungen pro Jahr mobil – Fußball, Tennis, Basketball, teilweise auch Randsportarten. Eine App, die das Bild erst nach drei Sekunden Ladezeit in vernünftiger Auflösung zeigt, hat technisch schon verloren: Das Spieltor entscheidet sich in Sekunden, nicht in Werbeunterbrechungen. Wer auf dem Sofa streamt und im S-Bahn-Tunnel kurz den Empfang verliert, will eine App, die den Stream puffert und nach dem Empfang wieder an der richtigen Stelle einsteigt, statt ihn komplett neu zu starten. Der „Wetten-Konfigurator+“, mit dem ein Anbieter mehrere Märkte eines Spiels zu einer Wette bündelt, funktioniert am Touchscreen in der App spürbar flüssiger als im Browser – wer viele Auswahlen kombinieren will, merkt den Unterschied.

Livewetten und was in Deutschland erlaubt ist

Livewetten sind auch mobil erlaubt – aber das Gesetz grenzt ein, was live gewettet werden darf (§ 21 Abs. 4 GlüStV). Während eines laufenden Spiels darf auf das Endergebnis gewettet werden, und auf Komponenten, die in der jeweiligen Sportart seltene Ereignisse sind: nächstes Tor im Fußball ja, nächster Satz im Tennis ja. Auf den nächsten Punkt im Tennis oder den nächsten Korb im Basketball darf nicht gewettet werden – diese Märkte sind zu schnell und galten als zu anfällig für Manipulation. Wetten auf Spiele unterhalb der 3. Liga im Fußball sind tabu, weil dort überwiegend Amateure spielen. E-Sport-Wetten sind in Deutschland nicht erlaubt, weil die GGL E-Sport nicht als Sport anerkennt; wer eine App sieht, die E-Sport-Quoten anzeigt, sollte das als Warnsignal lesen. Cash Out – das vorzeitige Auswerten einer Wette – ist in keiner Vorschrift geregelt; ob ein Anbieter die Funktion anbietet und zu welchen Bedingungen, steht allein in seinen Geschäftsbedingungen. Einige Anbieter rechnen den Cash-Out-Betrag erst aus, wenn alle Spiele des Scheins beendet sind; das ist eine Eigenheit, die in den AGB steht und in der App nicht immer offensichtlich kommuniziert wird.

Die zehn GGL-lizenzierten Anbieter im Vergleich

Die folgende Übersicht führt die Sportwetten-Anbieter auf, deren .de-Domänen am 2. Oktober 2026 auf der Whitelist der GGL standen. Eine Reihenfolge ist hier keine Empfehlung; sie ist die Reihenfolge der Whitelist, von langjährig lizenzierten Marken bis zu neueren Genehmigungen. Welche App für welchen Spielertyp am besten passt, entscheidet sich an Bedienung, Wettprogramm, Zahlungswegen und Bonusbedingungen – das steht in den Abschnitten darunter.

Anbieter GGL-Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
NEO.bet Erlaubt; Inhaber Greenvest Betting Limited 9. Oktober 2020
Betway Erlaubt; Inhaber Betway Limited 9. März 2021
Tiptorro Erlaubt; Inhaber Torro Tec Limited 30. Juni 2021
ODDSET Erlaubt; Inhaber Oddset Sportwetten GmbH 18. November 2020
VBet Erlaubt; Inhaber SCGO Limited 5. Dezember 2023
Sportwetten.de Erlaubt; Inhaber NetX Betting Limited 19. November 2020
Interwetten Erlaubt; Inhaber Interwetten Gaming Limited 2. November 2020
MERKUR BETS Erlaubt; Inhaber Merkur Bets Malta Limited 6. November 2023
888sport Erlaubt; Inhaber 888 Germany Limited 30. Juni 2021
bpremium Erlaubt; Inhaber Ladbrokes (Deutschland) Limited 9. Oktober 2020

Eine Spalte „Erlaubnis bis“ gibt es bewusst nicht, da die Whitelist ausschließlich das Datum der Ersterteilung und – bei Folgeerlaubnissen – das Datum der Verlängerung führt. Ein festes Ablaufdatum ist dort nicht vorgesehen; der Status der Erlaubnis ergibt sich direkt aus der aktuellen Liste der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL). Wer den aktuellen Stand prüfen will, schaut dort nach – sie ist die einzige verlässliche Quelle.

Die Anbieter im Detail: Was jede App kann und wofür sie steht

NEO.bet – schmale App mit deutscher Lizenz und nüchternem Aufbau

Die NEO.bet-App beschreibt sich selbst als lizenzierter Sportwettenanbieter mit deutscher Lizenz; Anbieter ist die Greenvest Betting Limited. Die Erlaubnis auf der GGL-Whitelist besteht seit dem 9. Oktober 2020, mit einer Folgeerlaubnis Ende Dezember 2022. Die App konzentriert sich auf das Wesentliche: Live-Quoten, Live-Wetten, Cashout und Teil-Cashout, ohne ein überladenes Wettprogramm. Wer eine App sucht, die nicht versucht, mit allem zu konkurrieren, sondern solide Fußball, Tennis und Basketball abdeckt, findet hier einen unaufgeregten Alltagsbegleiter. Schwächen zeigt die App dort, wo das Wettprogramm breit werden soll: Randsportarten sind dünner besetzt als bei den großen Marken, und die Zahlungsmethoden fallen weniger vielfältig aus als bei Mitbewerbern, die PayPal, Klarna und Co. mit ins Boot holen. Für Spieler mit kleinem Budget, die ohnehin nur die Kernmärkte bespielen, ist das kein Nachteil.

Betway – Livestream und Livewetten als Kernfunktion

Die Betway-App wird von der Digital Outsource International Limited (London) angeboten und verweist in der Store-Beschreibung auf eine „Deutsche Lizenz (Whitelist)“; die GGL-Erlaubnis für Betway.de besteht seit dem 9. März 2021. Schwerpunkt der App sind Livewetten und Livestreams – beides funktioniert in der App deutlich flüssiger als auf der mobilen Browserseite, und die Quoten aktualisieren sich beim Scrollen ohne spürbare Verzögerung. In den App-Bewertungen tauchen genau die Punkte wieder auf, die auch im stationären Betrieb zählen: Auszahlungsgeschwindigkeit und die Verlässlichkeit der Quoten. Wer eine App sucht, die vor allem beim Live-Tipp zu Hause ist, sollte Betway auf den Prüfstand stellen; wer Wert auf ein besonders breites Wettprogramm in unteren Ligen legt, schaut besser zu Anbietern mit größerer Marktbreite.

Tiptorro – die Tipico-Schiene mit eigener App

Die Tiptorro-App wird im App Store von der Torro Tec Limited (Malta) angeboten, die sich als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der GGL beschreibt. Die Erlaubnis besteht seit dem 30. Juni 2021 mit Folgeerlaubnis Ende Dezember 2022. Die App bedient das Segment, das früher einmal über Tipico lief, und übernimmt die Stärke der Marke: ein sauber geschnittenes Wettprogramm, eine Cashout-Funktion und Livewetten, die in der App solide laufen. Wer die Bedienung von Tipico kennt, wird sich bei Tiptorro schnell zurechtfinden – die Designs ähneln sich. Ein Unterschied ist die Markenpflege: Tiptorro tritt weniger prominent auf als das Schwesterunternehmen, was sich in Werbepräsenz und Markenbekanntheit niederschlägt, aber nicht in der Lizenz oder der App-Technik.

ODDSET – die staatliche Linie seit Anfang 2023

ODDSET wird seit dem 1. Januar 2020 von der ODDSET Sportwetten GmbH veranstaltet; das Angebot führt die Sportwett-Linie der staatlichen Lotteriegesellschaften fort. Online und in der App ist ODDSET seit Anfang 2023 verfügbar – das ist im Vergleich zu den anderen Anbietern ein später Start. Die Erlaubnis auf der GGL-Whitelist datiert auf den 18. November 2020 mit Folgeerlaubnis Mitte Dezember 2022. Die App ist nicht auf ein junges, designorientiertes Publikum zugeschnitten, sondern auf den klassischen Oddset-Kunden, der sein Wettprogramm aus dem Annahmestellen-Geschäft kennt. Wer die Marke aus dem Kiosk kennt, wird sich in der App schnell orientieren; wer ein besonders breites Livewetten-Angebot oder aggressive Quoten sucht, ist bei anderen Anbietern besser aufgehoben. Die Lizenz und die Seriosität stehen außer Frage – das ist die staatliche Linie, und das spürt man in der Werbung wie in der Aufmachung.

VBet – späte Erlaubnis, dafür mit internationalem Hintergrund

VBet wird in Deutschland von der SCGO Limited (St. Julian’s, Malta) betrieben; die GGL-Erlaubnis besteht seit dem 5. Dezember 2023 – eine der jüngeren Genehmigungen. Die App bringt das internationale Wettprogramm des Anbieters mit, der in Osteuropa und Lateinamerika deutlich präsenter ist als in Deutschland. Für den deutschen Markt heißt das: mehr Auswahl in unteren Ligen und Nischensportarten, dafür ein dünnerer Markenauftritt hierzulande. Wer mit dem Namen nichts anfangen kann, sollte die App testen, bevor er ein Konto eröffnet – die Lizenz steht, aber die Bekanntheit in Deutschland ist gering. Das ist kein Nachteil per se, aber wer Wert auf eine eingespielte Marke mit großem Support legt, schaut besser zu etablierten Namen.

Sportwetten.de – Cash Out, Live-Tracker und Face-ID

Die App von Sportwetten.de wird von der NetX Betting Limited angeboten; die Erlaubnis besteht seit dem 19. November 2020 mit Folgeerlaubnis Mitte Dezember 2022. Die App sticht mit konkreten Funktionen hervor: Cash-Out mit Teil-Cash-Out, ein Live Match Tracker, PayPal als Einzahlungsmethode und Anmeldung per Face-ID. Das ist ein Bündel, das nicht jeder Mitbewerber in dieser Kombination anbietet. Wer ohnehin PayPal nutzt, mit dem iPhone per Face-ID einsteigen will und unterwegs häufig Teile seines Wettscheins vorzeitig auswerten möchte, findet hier eine durchdachte mobile Oberfläche. Schwächen zeigt die App dort, wo der internationale Vergleich härter wird – im Wettprogramm der absoluten Top-Ligen ist sie gut, in den Marktbreiten darunter wird es dünner. Für den Mainstream-Spieler ist das kein Problem.

Interwetten – Klassiker mit Cash Out und Top-Quoten

Die Interwetten-App wird im App Store von der Interwetten Gaming Ltd angeboten; die Erlaubnis besteht seit dem 2. November 2020 mit Folgeerlaubnis Ende Dezember 2022. Die App-Entwicklerbeschreibung hebt Cash-Out und Top-Quoten für Live- und Pregame-Wetten hervor – zwei Funktionen, die im mobilen Alltag tatsächlich oft den Unterschied machen. Interwetten gehört zu den älteren Namen im europäischen Sportwetten-Geschäft; die App ist solide, ohne experimentelles Design, aber mit einer Wettprogramm-Tiefe, die im deutschen Markt mithält. Wer eine App sucht, die ihren Job macht, ohne sich mit Sonderfunktionen zu profilieren, liegt hier richtig. Wer eine besonders lebendige Community oder ein besonders jugendliches Design sucht, schaut besser zu Anbietern, die stärker auf Marketing setzen.

MERKUR BETS – über 70 Sportarten, Cashout mit Eigenheit

Die MERKUR-BETS-App ist kostenlos für Android und iOS verfügbar und wirbt mit über 70 Sportarten und mehr als 250.000 Vorab- und Live-Wettmöglichkeiten; in derselben App steckt zusätzlich MERKUR SLOTS. Die Erlaubnis auf der GGL-Whitelist besteht seit dem 6. November 2023, was MERKUR BETS zu den jüngeren Genehmigungen zählt. Der Cashout ist nach Abgabe der Wette jederzeit nutzbar und sitzt in der App unter „Meine Wetten“ mit einem gelben Button – eine Eigenheit: Der Betrag wird erst ausgezahlt, wenn alle Spiele des Wettscheins beendet und abgerechnet sind. Das ist eine kundenfreundliche Lösung im Sinne der Übersicht, aber für Spieler, die ihren Gewinn sofort auf dem Konto sehen wollen, kann es irritierend wirken. Wer die App nutzt, sollte wissen, dass „Cashout bestätigt“ nicht „Geld auf dem Konto“ bedeutet – sondern erst nach Spielende.

888sport – die 888-Holding im Hintergrund

888sport gehört zur 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar; die Holding ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. In Deutschland tritt die Marke über die 888 Germany Limited auf; die Erlaubnis auf der GGL-Whitelist besteht seit dem 30. Juni 2021 mit Folgeerlaubnis Mitte Dezember 2022. Die App bedient das klassische 888sport-Programm: solide Quoten im Mainstream, Livewetten, Cashout. Wer die Marke aus dem Casino-Bereich kennt, weiß, dass 888 sportlich nicht das Hauptgeschäft ist – und das schlägt sich in der App-Tiefe nieder. Im Vergleich zu reinen Sportwetten-Anbietern wirkt das Wettprogramm dünner; für Gelegenheits-Spieler, die ohnehin nur die Top-Ligen tippen, reicht es. Wer mit der Marke aus dem Casino kommt und nun Sportwetten testen will, findet hier einen seriösen Einstieg.

bpremium – die Ladbrokes-Linie für den deutschen Markt

bpremium wird von der Ladbrokes (Deutschland) Ltd betrieben, mit Sitz in Gzira, Malta (Registernummer C92799); die AGB datieren auf den 3. April 2023. Oktober 2020 mit Folgeerlaubnis Mitte Dezember 2022. bpremium ist die deutsche Schiene der Ladbrokes-Gruppe – international ein großer Name, in Deutschland mit einer eigenen Marke und einer App, die nicht versucht, das Design der britischen Muttermarke zu kopieren. Wer die App nutzt, bekommt solide Mainstream-Quoten, ein durchschnittliches Wettprogramm und die typische Ladbrokes-Bedienung. Ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber den anderen deutschen Anbietern ist nicht auszumachen – was nicht heißt, dass die App schlecht ist, sondern dass sie im Mittelfeld spielt. Wer mit dem Namen aus Großbritannien vertraut ist, weiß, was ihn erwartet.

Rechtslage in Deutschland: Wer wettet, wettet auf der Whitelist

Die Rechtsfrage ist in Deutschland schneller beantwortet als in vielen anderen Märkten – und die Antwort hat mehr Konsequenzen, als sie auf den ersten Blick vermuten lässt.

Ein schmaler Schreibtisch am Fenster mit einem Notizbuch, einer Lupe und einem Bleistift im Morgenlicht.
Die GGL-Whitelist führt für bet365 die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Die Whitelist als einziger Lackmustest

Wer in Deutschland Sportwetten legal anbieten will, braucht eine Erlaubnis der GGL nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Der Status ist eindeutig: Entweder die Domain steht auf der Whitelist, oder das Angebot ist nicht erlaubt. Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan hat in Deutschland keine rechtliche Wirkung; sie macht einen Anbieter nicht lizenziert, sondern lediglich in einem anderen Rechtsraum zugelassen. Die Whitelist ist die einzige Quelle, die zählt – und sie wird von der GGL in Halle (Saale) geführt, mit täglich aktualisiertem Stand. Wer sich die Mühe macht, vor der Kontoeröffnung den Eintrag zu prüfen, erspart sich die Konsequenzen einer Anmeldung bei einem nicht erlaubten Anbieter. Die Aufnahme auf die Whitelist gilt fünf Jahre (§ 4c Abs. 1); die Gültigkeit der Erlaubnis ergibt sich aus dem fortlaufenden Status, der bei einem Entzug durch Streichung aus der Liste endet.

Was Offshore konkret bedeutet

Ein nicht lizenzierter Anbieter, der in Deutschland Sportwetten anbietet, betreibt nach § 4 Abs. 1 GlüStV unerlaubtes Glücksspiel. Die GGL kann Verbotsverfügungen erlassen, Zahlungsdienstleister sperren und – in letzter Konsequenz – den Zugang über Netzsperren blockieren (§ 9). Aus strafrechtlicher Sicht kann die Organisation als Straftat nach § 284 StGB verfolgt werden, die Werbung dafür nach § 284 StGB; die Teilnahme als Spieler ist nach § 285 StGB eine Ordnungswidrigkeit, wird aber in der Praxis nicht systematisch verfolgt – weder eine Entwarnung noch eine Dramatisierung ist hier angebracht. Was Spieler an Offshore-Angeboten verlieren, ist nicht nur die Lizenz, sondern der gesamte Schutzrahmen: kein OASIS, keine LUGAS-Limitdatei, keine deutsche Rekursmöglichkeit. Die GGL warnt regelmäßig vor nicht erlaubten Angeboten.

Rückforderungen vor dem BGH und EGH

Wer in den Jahren vor 2020 bei einem nicht lizenzierten Anbieter gewettet und verloren hat, kämpft seit Jahren um sein Geld zurück. Der Bundesgerichtshof hat die Frage am 25. Juli 2024 dem Europäischen Gerichtshof vorgelegt (Az. I ZR 90/23); ein Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt am EuGH, Nicholas Emiliou, hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 grundsätzlich für möglich gehalten, nicht lizenzierte Anbieter zur Rückzahlung zu verpflichten – mit einer Ausnahme: Wenn die Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen, geht die Rechnung nicht auf. Einzelfälle werden die Gerichte weiter beschäftigen; eine pauschale Aussage, dass jeder Spieler sein Geld zurückholen kann, lässt sich aus den Schlussanträgen nicht ableiten.

Werbebeschränkungen – und warum das hier wichtig ist

Die Werbung für Sportwetten unterliegt eigenen Regeln (§ 5 GlüStV). Zwischen 6:00 und 21:00 Uhr gilt ein Werbeverbot – das betrifft aber Slots, Online-Poker und Online-Casino, nicht Sportwetten. Für Sportwetten gilt: Keine Werbung unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung desselben Ereignisses im selben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz. Dass auf vielen Webseiten trotzdem Werbung zu sehen ist, liegt an der Grauzone zwischen erlaubter und unerlaubter Ansprache – und an der Tatsache, dass Vollzugsdefizite existieren. Spieler, die sich über die Werbung ärgern, können das der GGL melden; Spieler, die auf eine werbefreie App hoffen, werden sie bei lizenzierten Anbietern finden, aber nicht bei allen.

Bonusregeln: keine staatliche Grenze, aber eigene Pflicht

Der Glücksspielstaatsvertrag setzt für Sportwetten-Boni keine Obergrenze. Wie hoch ein Bonus ausfällt, welche Umsatzbedingungen gelten, welche Mindestquote gefordert wird – das alles steht allein in den AGB des jeweiligen Anbieters. Wer „100 % Bonus“ liest, sollte immer die Kleingedrucktassen prüfen: Wie oft muss der Bonus umgesetzt werden, in welcher Frist, mit welchen Mindestquoten, und zählt der Einsatz selbst zum Umsatz oder nur der Bonus? Diese Fragen entscheiden, ob ein Bonus ein Geschenk ist oder eine Arbeitsbeschaffung. Die zehn Anbieter in dieser Übersicht unterscheiden sich genau hier – aber konkrete Bonusregeln sind Sache des Anbieters, nicht der Lizenz.

Häufige Fragen zu mobilen Wettanbietern

Woran erkenne ich, dass eine Wett-App eine deutsche Erlaubnis hat?

Die App eines lizenzierten Anbieters trägt nicht zwingend ein GGL-Siegel im Login-Bildschirm – das Siegel ist freiwillig und nicht vorgeschrieben. Verlässlich ist nur die Whitelist der GGL: Steht die Domain des Anbieters dort mit einer Sportwetten-Erlaubnis, ist die App in Deutschland legal nutzbar. Wer in der App die Verifikation per Personalausweis durchläuft und im Impressum eine deutsche Adresse oder eine EU-Anschrift mit klarer Zuordnung zur deutschen Erlaubnis findet, hat ein zusätzliches Indiz. Eine .de-Domain allein beweist nichts; die Whitelist ist der einzige Test.

Gelten das 1.000-€-Limit und die OASIS-Abfrage auch in der App?

Ja, beide Mechanismen laufen unabhängig vom Endgerät. Das 1.000-€-Limit pro Kalendermonat wird über die LUGAS-Limitdatei technisch erzwungen und gilt übergreifend über alle lizenzierten Anbieter hinweg – wer parallel bei drei Anbietern spielt, hat früher als gedacht Schluss. OASIS wird bei jeder Anmeldung und jedem Login geprüft; eine bestehende Sperre lässt keinen Login zu, egal welche App genutzt wird. Der Panikbutton in der App löst eine 24-Stunden-Sperre aus, ohne Begründung und ohne Wartezeit. Diese Mechanismen greifen nur bei lizenzierten Anbietern; Offshore-Anbieter sind an weder OASIS noch LUGAS angeschlossen.

Was ist bei Livewetten über das Smartphone erlaubt?

Livewetten sind auch mobil erlaubt, aber das Gesetz grenzt die zulässigen Märkte ein. Während eines laufenden Spiels darf auf das Endergebnis gewettet werden sowie auf seltene Spielereignisse: nächstes Tor im Fußball, nächster Satz im Tennis. Auf den nächsten Punkt im Tennis, den nächsten Korb im Basketball oder ähnlich kleinteilige Ereignisse darf nicht gewettet werden – sie galten als zu anfällig für Manipulation. Wetten auf Spiele unterhalb der 3. Liga im Fußball sind ausgeschlossen, weil dort Amateure spielen. E-Sport-Wetten sind in Deutschland nicht erlaubt, da die GFL E-Sport nicht als Sport anerkennt. Wer eine App mit verbotenen Märkten sieht, sollte das Whitelist-Status prüfen.

Wie wirkt sich die Sportwettensteuer von 5,3 % auf Quote und Auszahlung in der App aus?

Die Wettsteuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage – und die ist der Einsatz minus die Steuer selbst, also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Gezahlt wird sie vom Veranstalter, nicht vom Spieler. Ob und wie der Anbieter sie an den Kunden weitergibt, steht in seinen AGB: Manche ziehen die Steuer vom Gewinn ab, andere rechnen sie in die Quote ein, manche tragen sie selbst. Eine App, die „Quoten ohne Wettsteuer“ bewirbt, hat die Steuer in den allermeisten Fällen in die Quote eingepreist – was selten besser ist als ein transparenter Abzug. Eine bezahlte Wettsteuer ist kein Lizenz-Beleg; sie fällt auch bei unlizenzierten Anbietern an.

Welche Zahlungsmethoden stehen in mobilen Wett-Apps zur Verfügung?

Welche Methoden ein Anbieter konkret anbietet, ist seine Sache – die Rechtslage setzt nur den Rahmen: Zahlungen sind nur von einem Konto im eigenen Namen bei einem Geldwäschegesetz-pflichtigen Institut erlaubt, anonyme Mittel wie Krypto sind tabu. In der Praxis bedeutet das: PayPal, Kreditkarte, Klarna Sofortüberweisung, Banküberweisung und gelegentlich Apple Pay oder Google Pay sind üblich. E-Wallets ohne eigene-Namen-Prüfung, anonyme Prepaid-Karten oder Kryptowährungen werden bei lizenzierten Anbietern nicht akzeptiert. Bei Kontoauflösung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ausgezahlt, ohne Gebühr.

Wie unterscheiden sich spezielle mobile Boni von normalen Willkommensangeboten?

„Mobile Bonus“ ist kein geschützter Begriff – die AGB machen den Unterschied. Manche Anbieter knüpfen einen Bonus an die erste Einzahlung über die App, andere an die Installation der App, wieder andere bieten einen Bonus für beide Wege mit unterschiedlichen Bedingungen an. Der Glücksspielstaatsvertrag setzt keine Obergrenze; Umsatzfaktor, Frist und Mindestquote stammen allein aus den AGB des Anbieters. Wer einen „exklusiven App-Bonus“ sieht, sollte prüfen, ob sich die Bedingungen vom Standard-Willkommensbonus unterscheiden – oft sind sie nur in der Frist kürzer, im Umsatz aber identisch. Der mobilen Bedienung tut das keinen Abbruch; der Brieftasche schon.

Inhalt erstellt vom Team «wettseitenhub.com»