EM Wettanbieter 2026: Wer in Deutschland legal auf die Europameisterschaft wetten darf

Updated Oktober 2026
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Stand: 19. Oktober 2026 · Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026.

Ein Fußball liegt auf dem Anstoßpunkt eines leeren Rasenplatzes, im Hintergrund eine große Stadiontribüne im Abendlicht.
Die Fußball-Europameisterschaft 2024 fand vom 14. Juni bis 14. Juli 2024 in Deutschland mit 24 Mannschaften statt.

Wer in Deutschland auf die Fußball-Europameisterschaft wetten will, hat im 2026 keine Endrunde vor sich. Die letzte war die EM 2024 im eigenen Land, die nächste ist die EM 2028 in Großbritannien und Irland. Das Turnier in der Mitte fehlt. Wer trotzdem sucht, landet schnell bei Anbietern, die hier keine Erlaubnis haben, und bei Bonusversprechen, die sich beim Lesen der Umsatzbedingungen oft als Hürde entpuppen. Der folgende Überblick stellt die zehn Anbieter auf der GGL-Whitelist vor, die eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis besitzen, und erläutert, wie man Quoten und Kosten bei Turnierwetten realistisch einschätzt.

Wettformen und Quoten bei der Europameisterschaft

Eine Quote ist keine Prognose. Sie ist der Preis, den der Anbieter für einen Euro Einsatz zahlt, falls die Wette eingeht – und in ihr steckt die Marge, die der Anbieter auf jeden Euro Wetteinsatz einbehält. Wer das versteht, sieht EM-Quoten mit anderen Augen.

Ein Notizbuch mit handschriftlichen Notizen und ein Kugelschreiber liegen neben einem Smartphone mit dunklem Display auf einem Holztisch.
Die erste Fußball-Europameisterschaft fand 1960 statt; seit 2016 spielen 24 Mannschaften, von 1996 bis 2012 waren es 16.

Die Grundform bleibt die Drei-Wege-Wette auf das Ergebnis nach 90 Minuten: Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg. Bei einer Drei-Wege-Wette mit den Quoten 2,10 / 3,40 / 3,60 ergibt sich die Auszahlungsquote aus 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte: 1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60) ≈ 0,948. Die Auszahlungsquote liegt damit bei rund 94,8 Prozent, die Marge bei etwa 5,2 Prozent – der Anbieter behält von jedem Euro, der auf diesen Markt gesetzt wird, gut fünf Cent. In der Realität schwankt die Marge von Markt zu Markt: Kombiwetten und asiatische Handicaps liegen darüber, klassische 1X2-Märkte auf große Spiele darunter.

Über die Drei-Wege-Wette hinaus bestimmen drei Wettfamilien das Turnier. Erstens die Turnierwetten, die vor dem Anpfiff der ersten Partie beginnen: Sieger des Turniers, Torschützenkönig, Einzug ins Halbfinale, Gruppensieger. Sie lohnen sich für Spielende, die früh eine Lesart des Turniers haben, weil die Quoten vor dem ersten Spiel am höchsten sind und mit jedem Pflichtspiel sinken. Zweitens die Spielwetten, die am ehesten dem Liga-Alltag entsprechen: Ergebnis, Tore Über/Unter, Handicap, Halbzeit/Endstand. Drittens die Spielerwetten, die seit wenigen Turnieren dazugehören: Torschütze, Torschuss, Karte. Ihr Vorteil ist die kleinere Marge, weil die Wettmenge überschaubarer ist; ihr Nachteil ist die Abhängigkeit von Aufstellung und Spielminute.

Kombiwetten multiplizieren die Quoten der einzelnen Beine zu einer Gesamtquote. Sie versprechen hohe Auszahlungen, kassieren dafür aber an jedem Bein einen Teil der Marge, und die Wahrscheinlichkeit, dass alle Beine eintreffen, fällt mit jedem weiteren Bein rapide. Eine Kombiwette über vier Spiele mit Einzelquoten um 1,80 hat eine Gesamtquote von rund 10,5 – und eine rechnerische Trefferwahrscheinlichkeit, die weit unter zehn Prozent liegt. Genau dort sitzt der Anreiz des Anbieters: Die Auszahlungsquote sinkt mit jeder Erweiterung, der Umsatz des Spielenden steigt.

Wer die Quote liest, rechnet den Dreisatz mit: Einsatz mal Quote ist die Brutto-Auszahlung, der Reingewinn ist Einsatz mal (Quote minus 1). Dazu kommt in Deutschland die Wettsteuer von 5,3 Prozent auf den Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ – das sind rund 5,03 Prozent des eingesetzten Betrags. Die Steuer schuldet der Veranstalter, nicht der Spielende, doch wie der Anbieter sie weitergibt, ist seine Sache. Manche ziehen sie direkt vom Einsatz ab, manche vom Gewinn, manche übernehmen sie vollständig. Wer auf den Cent vergleicht, schaut in die AGB des Anbieters.

Die EM als Wettturnier: Spielplan, Format, Termine

Die EM 2024 war das letzte Turnier, das in Deutschland stattfand – 24 Mannschaften, sechs Vierergruppen, 51 Spiele, Eröffnung am 14. Juni 2024 in München, Finale am 14. Juli 2024 in Berlin. Spanien besiegte England im Olympiastadion mit 2:1 und holte den vierten Titel. Sechs Spieler erzielten je drei Tore, darunter Cody Gakpo, Harry Kane, Jamal Musiala und Dani Olmo; insgesamt sahen 2.681.288 Zuschauerinnen und Zuschauer die Spiele. Diese Zahlen bilden den Rahmen, an dem Buchmacher ihre Turnierquoten kalibrieren – Spanien, England, Frankreich und Deutschland als enge Spitzengruppe, der Rest mit Abstand.

Die nächste Endrunde ist die EM 2028 in England, Schottland, Wales und Irland. Eröffnet wird am 9. Juni 2028 in Cardiff, das Finale steigt am 9. Juli 2028 im Londoner Wembley-Stadion. Gespielt wird wieder mit 24 Mannschaften in sechs Vierergruppen, gefolgt von einer K.-o.-Phase mit Achtelfinale (24. bis 27. Juni), Viertelfinale (30. Juni und 1. Juli), Halbfinale (4. und 5. Juli) und Finale. Ein Spiel um Platz drei findet nicht statt. Die zwölf Gruppensieger und die zwölf besten Zweiten der Qualifikationsgruppen qualifizieren sich direkt; die Auslosung der Qualifikationsgruppen ist am 6. Dezember 2026 in Belfast.

Für die Wettpraxis heißt das: Bis zum Auslosungstermin der Qualifikation laufen erste Quoten auf Gruppensieger, ab dem Anpfiff der Qualifikationsspiele entstehen Märkte auf einzelne Spiele, ab der Auslosung der Endrunde Märkte auf den Turnierverlauf. Wer auf Gruppensieger wetten will, sollte wissen, dass die Setzliste erst nach den Qualifikationsspielen feststeht – und wer auf den Turniersieger setzt, akzeptiert, dass die Quote das Risiko über zweieinhalb Wochen ungebrochener K.-o.-Spiele abbildet. Die erste EM überhaupt wurde 1960 ausgetragen, das Format mit 24 Mannschaften gilt seit 2016, von 1996 bis 2012 waren es 16. Rekordsieger ist Spanien mit vier Titeln, Deutschland gewann drei (1972, 1980, 1996); Rekordtorschütze ist Cristiano Ronaldo mit 14 Turniertoren.

Die zehn Anbieter mit GGL-Erlaubnis im Vergleich

Die folgende Tabelle ordnet die zehn Anbieter, die auf der GGL-Whitelist vom 2. Oktober 2026 mit einer Sportwetten-Erlaubnis für eine .de-Domain geführt werden. Wer in Deutschland auf die EM wetten will, hat die Wahl zwischen genau diesen Marken – und niemandem sonst, der hier legal ist. Sortiert nach dem Datum der ersten Sportwetten-Erlaubnis.

Anbieter GGL-Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
AdmiralBet Whitelist-Eintrag, Inhaberin Greentube Betting Malta Limited; Folgengenehmigungen vom 13.12.2022 und 29.07.2024 09.10.2020
Sportingbet Whitelist-Eintrag, Inhaberin Sportingbet (Deutschland) Limited; Folgengenehmigung vom 21.12.2022 09.10.2020
bwin Whitelist-Eintrag, Inhaberin bwin (Deutschland) Limited, Sitz in Gzira, Malta; Folgengenehmigung vom 23.12.2022 09.10.2020
bpremium Whitelist-Eintrag, Inhaberin Ladbrokes (Deutschland) Limited, Sitz in Gzira, Malta, Register C92799; Folgengenehmigung vom 21.12.2022 09.10.2020
NEO.bet Whitelist-Eintrag, Inhaberin Greenvest Betting Limited; Folgengenehmigung vom 22.12.2022 09.10.2020
ODDSET Whitelist-Erlaubnis durch Regierungspräsidium Darmstadt, Bescheid vom 15.12.2022; Inhaberin ODDSET Sportwetten GmbH; Folgengenehmigung vom 15.12.2022 18.11.2020
bet-at-home Whitelist-Eintrag, Inhaberin Bet-at-home.com Internet Limited; Folgengenehmigung vom 22.12.2022 02.11.2020
Betway Whitelist-Eintrag, Inhaberin Betway Limited; Folgengenehmigung vom 23.12.2022 09.03.2021
MERKUR BETS Whitelist-Eintrag, Inhaberin Merkur Bets Malta Limited, Sitz in St. Julian’s, Malta 06.11.2023
VBet Whitelist-Eintrag, Inhaberin SCGO Limited, Sitz in St. Julian’s, Malta 05.12.2023

Die Tabelle zeigt die Erlaubnisstruktur, nicht das Quotenniveau: Die Genehmigung sagt nichts über die Qualität der Quoten, den Umfang des Wettprogramms oder die Geschwindigkeit der Auszahlung. Sie beantwortet nur die Frage, ob der Anbieter in Deutschland Sportwetten vermitteln darf. Wer tiefer vergleicht, prüft die AGB des Anbieters zu Wettsteuer, Auszahlungswegen und Verifizierungsdauer.

Was in der Tabelle nicht steht, aber jeden Anbieter gleichermaßen betrifft: Die Erlaubnis nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist die einzige belastbare Aussage zur Legalität. Eine .de-Domain, ein Impressum in Deutschland oder eine Malta-Lizenz beweisen das nicht. Die Whitelist führt 30 Einträge – 27 Inhaberinnen und Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten), drei weitere nur für Pferdewetten. Wer bei einem Anbieter wettet, der nicht auf dieser Liste steht, spielt bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis – mit allen Folgen, die der Abschnitt zur Rechtslage aufführt.

Betway – großer Live-Konfigurator, klare Wettsteuer-Regel

Betway ist auf der Whitelist mit der Betway Limited als Inhaberin geführt, die Sportwetten-Erlaubnis für die .de-Domain besteht seit dem 9. März 2021, eine Folgengenehmigung wurde am 23. Dezember 2022 erteilt. In der App fällt die Cash-Out-Funktion auf: Das grüne Symbol erscheint unter „Meine Wetten“, der aktuelle Wert der offenen Wette wird angezeigt, und der Auszahlungsbetrag lässt sich vollständig oder in Teilen auszahlen. Dazu kommt ein Wettkonfigurator für Fußballspiele; der „Konfigurator+“ erlaubt Kombinationen aus verschiedenen Partien. Für EM-Spielende heißt das: Wer einzelne Begegnungen zu Kombiwetten verknüpfen will, findet hier ein passendes Werkzeug, und wer seine Wette vor dem Abpfiff noch verkaufen will, sieht den Preis dafür in Echtzeit.

Wer den Anbieter wählt, sollte wissen, dass die Wettsteuer-Regelung in den AGB steht und nicht auf der Startseite beworben wird. Das ist der entscheidende Punkt: Die Marge eines Marktes entscheidet darüber, was von jeder Wette übrig bleibt, nicht der Werbeversprechen auf der Startseite. Betway eignet sich für Spielende, die einen breiten Live-Markt und einen sauberen Konfigurator schätzen.

VBet – jüngere Erlaubnis, schmales Sportwetten-Profil

VBet wird auf der Whitelist unter der SCGO Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta, geführt; die Sportwetten-Erlaubnis für die .de-Domain besteht seit dem 5. Dezember 2023. Damit ist VBet einer der beiden Anbieter im Feld, deren Erlaubnis nach der ersten Welle der GlüStV-2021-Genehmigungen erteilt wurde – das Sportwetten-Profil ist entsprechend jünger als bei Marken, die schon seit 2020 auf der Liste stehen. Wer hier wettet, findet ein Standard-Wettprogramm für Fußball, dazu Live-Wetten auf laufende Spiele.

Eine Besonderheit im Vergleich: VBet tritt im deutschen Markt weniger prominent auf als bwin oder Betway, was sich im Quotenniveau und im Wettprogramm für untere Ligen niederschlägt. Die Wettsteuer-Regelung sollte vor der ersten Einzahlung in den AGB geprüft werden, weil sie das Ergebnis jeder einzelnen Wette beeinflusst. VBet ist eine Wahl für alle, die eine spezialisierte Umgebung jenseits der Marktführer bevorzugen.

ODDSET – der Traditionsanbieter mit deutscher Verwurzelung

ODDSET wird vom Regierungspräsidium Darmstadt mit Bescheid vom 15. Dezember 2022 die Erlaubnis für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb erteilt; die Aufsicht führt die GGL in Halle (Saale). Die Erlaubnis besteht seit dem 18. November 2020, eine Folgengenehmigung datiert auf den 15. Dezember 2022. Inhaberin ist die ODDSET Sportwetten GmbH. Damit ist ODDSET die deutsche Marke im Feld – die Wurzeln reichen in die staatlich konzessionierten Oddset-Wetten, die in den Annahmestellen der Lotto-Gesellschaften verkauft wurden.

Wer den Anbieter wählt, findet ein klassisches Sportwetten-Programm mit Fokus auf Fußball, dazu die übliche Live-Wetten-Sektion. Das Wettprogramm für untere Ligen ist kleiner als bei den internationalen Marken, dafür sind die Quoten auf deutsche Spiele solide. Die Wettsteuer wird in den AGB geregelt. Wer eine Plattform mit historischer deutscher Basis schätzt und ein klassisches Angebot für die wichtigsten Spiele sucht, ist hier richtig.

Sportingbet – Konfigurator und breite Sportauswahl

Sportingbet ist unter der Sportingbet (Deutschland) Limited auf der Whitelist geführt; die Zulassung für Sportwetten datiert auf den 9. Oktober 2020, eine Folgengenehmigung wurde am 21. Dezember 2022 erteilt. Im Wettangebot findet sich ein „Konfigurator+“, mit dem sich Wetten aus mehreren Märkten kombinieren lassen, dazu Live-Wetten. Die Sportauswahl umfasst Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker – eine breite Palette, die über den reinen Fußball-Fokus hinausgeht.

Für EM-Spielende heißt das: Wer neben dem Hauptturnier auch auf andere Sportarten wetten will, hat hier eine Anlaufstelle. Die Wettsteuer-Regelung und die Auszahlungsmodalitäten sind in den AGB dokumentiert. Sportingbet passt zu Spielenden, die eine breite Sportauswahl und einen funktionalen Konfigurator schätzen.

AdmiralBet – Erlaubnis mit Folgengenehmigungen, breites Wettprogramm

AdmiralBet wird auf der Whitelist unter der Greentube Betting Malta Limited geführt; die Sportwetten-Erlaubnis besteht seit dem 9. Oktober 2020, Folgengenehmigungen datieren auf den 13. Dezember 2022 und den 29. Juli 2024. Damit ist AdmiralBet einer von drei Anbietern im Feld mit einer Folgengenehmigung aus dem Jahr 2024 – ein Hinweis darauf, dass der Anbieter das Genehmigungsverfahren der GGL durchlaufen hat und seine Erlaubnis aktuell hält. Für virtuelle Automatenspiele auf der Schwester-Domain slots.admiralbet.de besteht eine separate Erlaubnis seit dem 28. September 2022.

Wer hier wettet, findet ein vollständiges Sportwetten-Programm mit Fokus auf Fußball und die üblichen europäischen Ligen. Die Wettsteuer-Regelung sollte vor der ersten Einzahlung in den AGB geprüft werden. AdmiralBet bietet mit der aktuellen Folgengenehmigung eine stabile Basis für Spielende, die ein umfangreiches Standardprogramm wünschen.

bpremium – Marke hinter der Marke, klassisches Wettprogramm

Die Whitelist führt bpremium unter der Ladbrokes (Deutschland) Limited mit einer Sportwetten-Erlaubnis vom 9. Oktober 2020; eine Erweiterung erfolgte am 21. Dezember 2022. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Gzira, Malta, und ist unter der Registernummer C92799 geführt; die Nutzungsbedingungen datieren auf den 3. April 2023. bpremium ist die deutsche Marke hinter dem britischen Ladbrokes-Konzern, die sich an den deutschsprachigen Markt richtet.

Das Wettprogramm entspricht dem Standard der Branche: Fußball, Live-Wetten, die üblichen Sonderwetten. Die Wettsteuer-Regelung ist in den AGB dokumentiert. bpremium ist für jene konzipiert, die ein schnörkelloses Wettprogramm mit Fokus auf den Fußballalltag suchen.

bet-at-home – österreichisch-maltaische Verwurzelung, Standardangebot

bet-at-home wird auf der Whitelist unter der Bet-at-home.com Internet Limited geführt; die Sportwetten-Erlaubnis besteht seit dem 2. November 2020, eine Folgengenehmigung wurde am 22. Dezember 2022 erteilt. Für virtuelle Automatenspiele besteht eine separate Erlaubnis seit dem 28. Dezember 2022. Der Anbieter gehört zur österreichisch-maltaischen bet-at-home-Gruppe, die in mehreren europäischen Märkten aktiv ist.

Das Wettprogramm ist breit, die Quoten auf europäische Fußball-Ligen solide. Die Wettsteuer-Regelung ist in den AGB dokumentiert. Wer einen Anbieter mit europäischer Marktpräsenz und gewohntem Komfort bevorzugt, wird hier fündig.

NEO.bet – zweite Erlaubniswelle, schmales Profil

NEO.bet wird durch die Greenvest Betting Limited auf der Whitelist repräsentiert, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und einer Folgengenehmigung vom 22. Dezember 2022. Der Anbieter gehört zur Greentube-Gruppe, die auch hinter AdmiralBet steht – zwei Marken, eine Inhaber-Familie.

NEO.bet richtet sich an Spielende, die ein schmales, aber gepflegtes Wettprogramm suchen. Die Wettsteuer-Regelung ist in den AGB dokumentiert. NEO.bet eignet sich besonders für die Zielgruppe, die eine kompakte Übersicht und eine intuitive Bedienung in den Vordergrund stellt.

MERKUR BETS – die stationäre Verwurzelung

MERKUR BETS wird auf der Whitelist unter der Merkur Bets Malta Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta, geführt; die Sportwetten-Erlaubnis besteht seit dem 6. November 2023. Damit ist MERKUR BETS der zweite Anbieter im Feld, dessen Erlaubnis nach der ersten Welle erteilt wurde. Hinter der Marke steht die Gauselmann-Gruppe, die in Deutschland ein dichtes Netz von Spielhallen betreibt – die Online-Marke ist die logische Ergänzung des stationären Geschäfts.

Wer hier wettet, findet ein vollständiges Sportwetten-Programm mit Fokus auf Fußball. Die Wettsteuer-Regelung ist in den AGB dokumentiert. Wer die Kombination aus Bekanntheit aus den Spielhallen und einem modernen Online-Wettangebot schätzt, liegt hier richtig.

bwin – die bekannteste Marke im Feld

bwin ist unter der bwin (Deutschland) Limited auf der Whitelist verzeichnet. Die erste Sportwetten-Erlaubnis stammt vom 9. Oktober 2020, gefolgt von einer weiteren Genehmigung am 23. Dezember 2022. bwin ist die bekannteste Marke im Feld – die Wurzeln reichen in die frühen 2000er-Jahre, der Markenname ist mit dem deutschen Sportwetten-Markt eng verbunden.

Das Wettprogramm ist breit, die Quoten auf europäische Fußball-Ligen solide, die Live-Wetten-Sektion umfangreich. Die Wettsteuer-Regelung ist in den AGB dokumentiert. bwin passt zu Spielenden, die einen etablierten Anbieter mit vollständigem Wettprogramm suchen.

Rechtslage in Deutschland: Wer überhaupt wetten darf

Die Rechtslage für Sportwetten in Deutschland folgt dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021), der seit dem 1. Juli 2021 in Kraft ist. Die Aufsicht führt die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale). Die GGL erteilt die bundesweite Erlaubnis zur Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 und § 27f Abs. 1 GlüStV und überwacht die Einhaltung der Regeln; Sanktionen kann sie nach § 28a verhängen. Die Wettsteuer selbst ist Sache des Finanzamts, nicht der GGL.

Ein leerer Wettschein aus Papier liegt neben einem Stift auf einem Schreibtisch im Licht einer kleinen Tischlampe.
Die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder führt für bet365 die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Die offizielle Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist der einzige belastbare Test für eine gültige Erlaubnis. Die Liste wird auf der Website der GGL veröffentlicht; der Snapshot vom 2. Oktober 2026 weist 30 Einträge auf, davon 27 Inhaberinnen und Inhaber mit einer Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten) und drei weitere nur für Pferdewetten. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain, aber eine .de-Domain allein beweist nichts: Wer auf einer .de-Seite wettet, die nicht auf der Whitelist steht, spielt bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis.

Die erste Erlaubnis läuft fünf Jahre (§ 4c Abs. 1 GlüStV); die Whitelist zeigt nur das Datum der Erteilung, nie ein Enddatum. Nur die Domain, die unter der Sportwetten-Erlaubnis gelistet ist, darf Sportwetten annehmen – eine Erlaubnis der Inhaberin für Spielautomaten, Poker oder Casino sagt nichts über das Sportwetten-Angebot aus.

Was darf gewettet werden? Der GlüStV erlaubt feste Quoten auf den Ausgang eines Ereignisses, auf einen Abschnitt davon oder auf Vorkommnisse darin, einzeln oder in Kombination (§ 21 Abs. 1). Erlaubt sind nur Wettarten, die die GGL im Sportwettprogramm zugelassen hat (§ 21 Abs. 5). Live-Wetten (§ 21 Abs. 4) sind während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente erlaubt – in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. „Nächstes Tor“ beim Fußball: ja. „Nächster Satz“ beim Tennis: ja. „Nächster Punkt“ beim Tennis oder „nächster Korb“ beim Basketball: nein. Verboten sind Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren (GGL-Praxis: Fußball unterhalb der 3. Liga zählt als Amateur), manipulationsanfällige Wetten sowie Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung. Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. Zu E-Sport stellt die GGL fest, dass Wetten auf E-Sport nicht möglich sind, da E-Sport nicht als Sport anerkannt ist – eine lizenzierte E-Sport-Wette gibt es in Deutschland nicht. Zu virtuellen Sportarten ist nichts Etabliertes festzustellen, daher schweigt dieser Text dazu. Cash-Out ist gesetzlich nicht geregelt – es handelt sich um eine Funktion des Anbieters, die in dessen AGB beschrieben wird. Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Einen gesetzlichen Einsatzhöchstbetrag pro Wette gibt es im Sportwetten-Bereich nicht.

Der Spieler- und Zahlungsschutz ist im GlüStV detailliert geregelt. Die Teilnahme ist ab 18 Jahren erlaubt (§ 4 Abs. 3). Pro Anbieter ist ein Konto mit vollständiger Verifizierung vorgeschrieben (§ 6a); vor der Verifizierung darf der Anbieter das Spiel für höchstens 72 Stunden mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlung ermöglichen. Das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 beträgt standardmäßig 1.000 € pro Kalendermonat, gerechnet über alle Anbieter hinweg, und wird über die Limitdatei LUGAS durchgesetzt. Ein Anbieter darf für eine bestimmte Person ein höheres Limit festlegen (bis 10.000 €, zwischen 10.000 € und 30.000 € für höchstens ein Prozent seiner aktiven Spielenden), aber nur gegen einen nachprüfbaren Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit – eine Selbsterklärung reicht nicht. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen. Parallelspiel über mehrere Anbieter hinweg ist verboten (§ 6h, Aktivitätsdatei). OASIS (§§ 8, 8a) ist die bundesweite Sperrdatei, die bei Anmeldung und Login abgefragt wird; eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn die Person einen Zeitraum nennt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton (§ 6i Abs. 3) löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Anbieter ohne deutsche Erlaubnis sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen.

Zahlungen sind nach § 6b Abs. 4 nur von einem Zahlungskonto auf den Namen der spielenden Person bei einem Geldwäschegesetz-pflichtigen Institut erlaubt; anonymer Zahlungsverkehr ist ausgeschlossen – das ist der Mechanismus, der Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Karten aus dem lizenzierten deutschen Wettmarkt heraushält. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist seine Sache und steht in seinen AGB. Spielergelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7).

Die Wettsteuer ist im Rennwett- und Lotteriegesetz (§§ 16-25 RennwLottG) geregelt. Sie beträgt 5,3 Prozent des Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ (§§ 17, 18), das sind rund 5,03 Prozent des eingezahlten Betrags. Geschuldet wird die Steuer vom Veranstalter, nicht von der spielenden Person (§ 19). Ob und wie der Anbieter die Steuer an die Spielenden weitergibt, ist seine Entscheidung – manche ziehen sie vom Einsatz ab, manche vom Gewinn, manche übernehmen sie. Die Steuer fällt auch bei unversteuerten Anbietern an; eine gezahlte Steuer ist kein Beleg für eine gültige Erlaubnis. Gewinne privater Spielender sind auf erster Stufe nicht abschließend geregelt – die allgemeine Auskunft lautet, eine Steuerberatung zu fragen.

Werbung und Boni: Nur Erlaubnisinhaber dürfen in Deutschland für Glücksspiel werben (§ 5 Abs. 7). Das Werbeverbot zwischen 6:00 und 21:00 Uhr (§ 5 Abs. 3 Satz 1) betrifft Spielautomaten, Online-Poker und Online-Casino – nicht Sportwetten. Für Sportwetten gilt: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung auf demselben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlerinnen und Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6). Der GlüStV enthält keine Klausel, die einen Sportwetten-Bonus der Höhe nach begrenzt – Beträge, Umsatz und Mindestquoten kommen allein aus den AGB des Anbieters.

Ohne deutsche Erlaubnis: Wer in Deutschland Sportwetten ohne deutsche Erlaubnis anbietet, betreibt unerlaubtes Glücksspiel (§ 4 Abs. 1 GlüStV). Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Bedeutung. Die GGL hat am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten „wie etwa Platincasino“ gewarnt. Strafrechtlich kann die Veranstaltung nach § 284 StGB mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe geahndet werden, die Werbung mit bis zu einem Jahr, die Teilnahme nach § 285 StGB mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe – Strafverfahren gegen einzelne Spielende sind allerdings nicht etabliert, weder als Freifahrtschein noch als Grund zur Dramatisierung. Die Aufsicht kann Verbots-, Zahlungs- und Netzwerksperren anordnen (§ 9). Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verurteilt; der Bundesgerichtshof hat die Frage am 25. Juli 2024 dem EuGH vorgelegt (Az. I ZR 90/23), und der EuGH-Generalanwalt hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 grundsätzlich für möglich, unverlaubte Anbieter zur Rückzahlung zu verpflichten. Eine Garantie, dass jeder Spielende sein Geld zurückbekommt, ist das nicht. Die ehrliche Lesart: Offshore heißt keine Erlaubnis, kein OASIS, kein LUGAS, keine deutsche Anlaufstelle, dafür höhere Limits; Whitelist heißt Rechtssicherheit und Spielerschutz, aber 1.000-€-Standardlimit, eingeschränkte Live-Märkte, vollständige Verifizierung und Zahlung nur auf den eigenen Namen.

Verantwortungsvolles Wetten rund um die EM

Die Anbieter auf der Whitelist sind an OASIS angeschlossen und führen die LUGAS-Limitdatei mit. Beide Systeme laufen im Hintergrund, aber ihre Wirkungen sind konkret: Wer sich bei einem Anbieter sperren lässt, ist auf allen anderen lizenzierten Anbietern in Deutschland ebenfalls gesperrt, weil die Anfrage an OASIS bei jeder Anmeldung und jedem Login läuft. Eine Selbstsperre über OASIS läuft mindestens drei Monate, wenn die Person einen Zeitraum nennt, sonst mindestens ein Jahr. Wer in der Hektik eines Elfmeterschießens einen Impuls unterdrücken will, hat den Panikbutton: Ein Klick löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus, die nicht aufgehoben werden kann.

Das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Monat gilt über alle Anbieter hinweg, nicht pro Anbieter. Wer versucht, die Grenze durch parallele Konten zu umgehen, verstößt gegen § 6h GlüStV und riskiert die Schließung aller Konten. Eine Erhöhung des Limits ist nur gegen einen nachprüfbaren Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit möglich; eine Selbsterklärung per Formular reicht nicht. Wer sein Limit senkt, sieht die Wirkung sofort; wer es erhöht, wartet sieben Tage.

Hilfsangebote gibt es auf mehreren Ebenen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bietet unter spielsucht-therapie.de und via-check.de anonyme Tests und Beratung an. Die Anbieter selbst sind nach § 6 GlüStV verpflichtet, auf Spielsucht-Risiken hinzuweisen, und müssen Links zu Hilfsangeboten auf jeder Seite anzeigen. Wer sich Sorgen macht, dass das Wetten überhandnimmt, kann den Selbstausschluss über jeden lizenzierten Anbieter einleiten – er wirkt sofort, über alle Anbieter hinweg.

Boni und Freiwetten: Was ein Willkommensangebot wirklich kostet

Ein Willkommensbonus ist ein Marketing-Instrument, kein Geschenk. Er besteht aus einem prozentualen Aufschlag auf die erste Einzahlung (typisch: 100 Prozent bis 100 €), aus einer oder mehreren Freiwetten oder aus einer Kombination. Der Aufschlag wird als Bonusgeld gutgeschrieben und ist zunächst nicht auszahlbar; er muss erst umgesetzt werden, das heißt, der Bonusbetrag muss eine bestimmte Anzahl von Malen zu einer Mindestquote eingesetzt werden, bevor eine Auszahlung möglich ist.

Die typischen Konditionen sehen so aus: Bonus einmal umsetzen, Mindestquote 1,80, Frist 90 Tage. Bei einem 100-€-Bonus bedeutet das 100 € Umsatz – machbar für einen Spielenden, der ohnehin auf Fußball wetten will, aber eine Hürde für jemanden, der das Angebot nur mitnimmt und nichts riskieren will. Schärfere Varianten verlangen Bonus plus Einzahlung dreimal umsetzen (300 € bei 100 € Bonus und 100 € Einzahlung), Mindestquote 2,00, Frist 30 Tage. Wer die Frist verpasst, verliert den Bonus und alle damit erzielten Gewinne.

Freiwetten sind eine eigene Währung. Sie funktionieren wie ein normaler Wettschein, mit einer wichtigen Einschränkung: Der Einsatz wird im Erfolgsfall nicht ausgezahlt, nur der Gewinn. Eine 10-€-Freiwette auf eine Quote von 3,00 bringt 20 € Gewinn (nicht 30 €). Der Wert einer Freiwette entspricht daher dem Gewinn, nicht dem Einsatz; bei niedrigen Quoten ist der Wert klein, bei hohen Quoten fällt er ins Gewicht. Eine Auszahlung des Gewinns aus einer Freiwette ist oft an weitere Bedingungen geknüpft – einmaliger Umsatz zu Mindestquote 1,50 vor Auszahlung ist üblich.

Die Anbieter auf der GGL-Whitelist sind in der Gestaltung ihrer Boni frei, solange die Werberegeln des GlüStV eingehalten werden. Das heißt: Kein Bonusangebot im deutschen Markt darf mit „gratis“ oder „risikofrei“ beworben werden, wenn es an Bedingungen geknüpft ist, und keine Werbung mit aktiven Sportlerinnen und Sportlern. Was bleibt, ist der Buchstabe der AGB – und der entscheidet, was am Ende übrig bleibt.

Wer ein Angebot annimmt, ohne die AGB zu lesen, hat den Bonus verstanden, nicht den Vertrag. Wer die AGB liest, sieht, dass der Unterschied zwischen „100 % bis 200 €“ und „50 % bis 100 €“ meist in den Umsatzbedingungen liegt, nicht im Bonuswert. Die goldene Regel: Umsatzfaktor mal Bonus geteilt durch den durchschnittlichen Einsatz pro Wette – das ist die Anzahl der Wetten, die nötig sind, um den Bonus freizuspielen. Wer mit 5-€-Einzelwetten zu Mindestquote 1,80 arbeitet, braucht 22 Wetten, um 100 € Bonus einfach umzusetzen. Wer mit 50-€-Einzelwetten arbeitet, braucht drei. Die Marge des Marktes bleibt unterdessen konstant: Bei 5 Prozent Marge kostet das Umsetzen des 100-€-Bonus im Schnitt 5 € – der erwartete Verlust, nicht der garantierte. Das ist der Preis des Bonus, und der liegt nicht auf der Startseite.

Wett-Apps: Bedienung unter Zeitdruck

Eine EM-App muss in den neunzig Minuten eines Spiels funktionieren, nicht auf der Couch. Drei Funktionen entscheiden, ob eine App taugt: die Geschwindigkeit des Quoten-Updates, die Zuverlässigkeit der Live-Wetten und die Übersichtlichkeit des Wettscheins. Wer vor dem Anpfiff noch schnell eine Wette platzieren will, braucht eine App, die das in drei Klicks erledigt, nicht in sieben.

Alle zehn Anbieter auf der Whitelist bieten eine mobile App oder eine mobile Webseite an. Die Qualität der Umsetzung schwankt: Die großen Marken (bwin, Betway, Sportingbet) investieren in eigene Apps mit eigenen Funktionen wie Konfigurator oder Cash-Out; kleinere Marken setzen stärker auf die mobile Webseite. Wer eine bestimmte Funktion sucht – Live-Statistiken, Push-Benachrichtigungen bei Toren, schnelle Auszahlung – prüft das im App-Store-Beschreibungstext oder im Test der App, nicht auf der Startseite des Anbieters.

Die Anmeldung in der App folgt dem gesetzlichen Rahmen: vollständige Verifizierung mit Ausweis und Adresse, Eröffnung eines Zahlungskontos auf den eigenen Namen, Anschluss an OASIS. Vor der vollständigen Verifizierung darf der Anbieter 72 Stunden Spielzeit mit maximal 100 € Einzahlung gewähren, ohne Auszahlung. Wer in dieser Phase bleibt, kann einzahlen, aber nicht auszahlen – das ist der Anreiz, die Verifizierung abzuschließen, nicht eine Belohnung fürs Warten.

Das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Monat gilt auch in der App, über alle Anbieter hinweg. Die App zeigt den aktuellen Stand des Limits an, weil sie an LUGAS angeschlossen ist. Wer versucht, über die App das Limit zu umgehen, scheitert an der Limitdatei – und riskiert die Sperre aller Konten. Eine Erhöhung des Limits ist auch in der App nur gegen Nachweis möglich, eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen.

Live-Wetten und Cash-Out: Was während des Spiels erlaubt ist

Live-Wetten sind während eines laufenden Spiels nur eingeschränkt erlaubt. Der GlüStV erlaubt in § 21 Abs. 4 Wetten auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente – in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. „Nächstes Tor“ beim Fußball: erlaubt. „Nächster Satz“ beim Tennis: erlaubt. „Nächster Punkt“ beim Tennis: verboten. „Nächster Korb“ beim Basketball: verboten. Verboten sind außerdem Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren, manipulationsanfällige Wetten sowie Wetten auf Regelverstöße oder Sanktionen.

Cash-Out ist keine Funktion des Glücksspielstaatsvertrags, sondern eine Funktion des Anbieters. Sie erlaubt es, eine offene Wette vor dem Ende des Spiels an den Anbieter zurückzuverkaufen, zu einem Preis, den der Anbieter in Echtzeit festlegt. Bei Betway erscheint das grüne Cash-Out-Symbol unter „Meine Wetten“, der Wert der Wette wird angezeigt, und der Auszahlungsbetrag lässt sich vollständig oder in Teilen auszahlen. Andere Anbieter im Feld bieten ähnliche Funktionen, mit unterschiedlichen Auszahlungsmechanismen.

Was Cash-Out kostet, ist die Marge des Anbieters auf den vorzeitigen Verkauf. Wer seine Wette bei einem 1:0-Vorsprung in der 70. Minute verkauft, bekommt weniger als den vollen Gewinn, weil der Anbieter das Risiko eines späten Ausgleichs einkalkuliert. Wer seine Wette bei einem 0:2-Rückstand verkauft, bekommt weniger als den Einsatz, weil der Anbieter den möglichen Ausgleich einkalkuliert. Cash-Out ist kein Geschenk, sondern ein vorzeitiger Verkauf zu einem vom Anbieter gesetzten Preis – und der Preis enthält eine Marge, die höher ist als die des regulären Marktes.

Gewinne aus Live-Wetten werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Wer in der 89. Minute auf das Endergebnis wettet, sieht die Auszahlung erst nach dem Schlusspfiff im Konto. Das ist kein Versehen, sondern die Regel: Der Anbieter braucht das offizielle Ergebnis, bevor er auszahlt, und das offizielle Ergebnis steht erst nach dem Schlusspfiff fest.

Wett-Tipps und Prognosen: Was Quoten über Chancen sagen

Eine Quote ist keine Vorhersage. Sie ist der Preis, den der Markt für einen Euro Einsatz zahlt, und in diesem Preis steckt die Einschätzung der Buchmacher, die Einschätzung der Spielenden, die Marge des Anbieters und das Volumen, das auf jede Seite gesetzt wurde. Eine Quote von 5,00 auf einen Außenseiter bedeutet nicht, dass die Mannschaft mit fünf Prozent Wahrscheinlichkeit gewinnt – sie bedeutet, dass der Markt bereit ist, für einen Euro Einsatz fünf Euro auszuzahlen, falls es klappt. Die tatsächliche Wahrscheinlichkeit liegt meist etwas niedriger, weil die Quote auch die Marge enthält.

Wer aus Quoten Wahrscheinlichkeiten ableiten will, rechnet die implizite Wahrscheinlichkeit aus: 1 geteilt durch die Quote. Bei einer Quote von 2,50 sind das 40 Prozent, bei 5,00 sind das 20 Prozent. Die Summe der impliziten Wahrscheinlichkeiten aller Ausgänge eines Marktes liegt über 100 Prozent – die Differenz ist die Marge. Bei einer Drei-Wege-Wette mit Quoten 2,10 / 3,40 / 3,60 liegt die Summe der Kehrwerte bei rund 1,054 – die Marge beträgt etwa 5,4 Prozent. Eine „faire“ Wette ohne Marge hätte Quoten, die sich zu genau 100 Prozent ergänzen, also zum Beispiel 2,20 / 3,50 / 3,80 – diese Quoten gibt es in der Realität nicht, weil der Anbieter an jedem Markt verdienen will.

Prognosen entstehen aus Form, Statistik und Quote. Die Form einer Mannschaft zeigt sich in den letzten Spielen, in der Tabelle, in der Verletzungssituation. Die Statistik liefert historische Daten: Wie hat Spanien in den letzten zehn Spielen gegen Deutschland gespielt? Wie viele Tore schießt England in der ersten Halbzeit? Die Quote bündelt die Einschätzungen des Marktes – sie ist kein Ersatz für eigene Analyse, aber ein nützliches Korrektiv. Wer eine Quote deutlich höher findet als die eigene Einschätzung, hat einen Wert gefunden; wer eine Quote deutlich niedriger findet, hat entweder einen Wissensvorsprung oder übersieht etwas.

Was eine Prognose nicht kann: das Turnier vorhersagen. Fußball ist ein Spiel mit wenigen Toren und vielen möglichen Wendungen, und eine Europameisterschaft konzentriert diese Wendungen auf wenige Wochen. Spanien 2024 gewann die ersten drei Spiele, England kam mit einem späten Ausgleich ins Viertelfinale, die Türkei schlug Österreich in der Vorrunde. Wer vor dem Turnier auf den Sieger wettet, wettet auf eine Kette von sechs bis sieben Spielen ohne Niederlage – ein Ergebnis, das in der Geschichte jedes Turniers nur eine Mannschaft erreicht hat. Die Quote reflektiert das: Sieger-Quoten vor dem Turnier liegen typisch zwischen 5,00 und 15,00, was einer impliziten Wahrscheinlichkeit von etwa 7 bis 20 Prozent entspricht.

Die Grenze jeder Vorhersage ist die Varianz. Eine Wette auf den Gruppensieg Deutschland in einer Gruppe mit Spanien, Italien und Kroatien hat eine faire Wahrscheinlichkeit von vielleicht 25 Prozent – und eine Auszahlungsquote, die diese 25 Prozent widerspiegelt. Wer sechs solche Wetten gleichzeitig platziert, hat am Ende vielleicht eine, die eingeht, und fünf, die verloren sind. Das ist kein System, das gewinnt, sondern die Mathematik eines Spiels mit wenigen Ausgängen und vielen Unbekannten.

Wer sein Wettbudget verwaltet, setzt einen festen Betrag pro Wette, niemals mehr. Ein Prozent des Monatsbudgets pro Einzelwette ist eine gängige Empfehlung; bei einem 1.000-€-Monatslimit sind das 10 € pro Wette, was 100 Wetten im Monat ermöglicht. Wer stattdessen 5 Prozent pro Wette ansetzt, hat nur 20 Wetten – und ist gezwungen, selektiver zu wählen. Die Wettstrategie entscheidet, wie viele Wetten es werden, nicht die Quote.

Häufig gestellte Fragen zur EM-Wette in Deutschland

Nur Anbieter, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder mit einer Sportwetten-Erlaubnis für eine .de-Domain geführt werden. Die Whitelist vom 2. Oktober 2026 weist 27 Inhaberinnen und Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis auf; die zehn bekanntesten sind AdmiralBet, Sportingbet, bwin, bpremium, NEO.bet, ODDSET, bet-at-home, Betway, MERKUR BETS und VBet.

Wie lässt sich auf der GGL-Whitelist prüfen, ob ein Wettanbieter eine deutsche Erlaubnis besitzt?

Die Whitelist steht auf der Website der GGL (glücksspiel-behoerde.de) und führt alle Erlaubnisinhaber mit ihrer Domain, der ausstellenden Behörde und dem Datum der Erteilung. Eine Domain auf der Liste bedeutet eine gültige Erlaubnis; eine .de-Domain allein beweist nichts. Die Liste wird regelmäßig aktualisiert; der Snapshot vom 2. Oktober 2026 ist der aktuelle Stand.

Findet 2026 eine Fußball-Europameisterschaft statt, und wann sind die letzte und die nächste Endrunde?

Nein, 2026 findet keine EM statt. Die letzte Endrunde war die EM 2024 in Deutschland vom 14. Juni bis 14. Juli 2024; Spanien besiegte England im Finale 2:1. Die nächste Endrunde ist die EM 2028 in England, Schottland, Wales und Irland vom 9. Juni bis 9. Juli 2028; die Auslosung der Qualifikationsgruppen ist am 6. Dezember 2026 in Belfast.

Wie hoch ist das monatliche Einzahlungslimit bei lizenzierten Anbietern, und gilt es für alle Anbieter gemeinsam?

Das Standardlimit beträgt 1.000 € pro Kalendermonat, gerechnet über alle lizenzierten Anbieter hinweg, nicht pro Anbieter. Die Limitdatei LUGAS setzt diese Grenze durch. Eine Erhöhung ist nur gegen einen nachprüfbaren Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit möglich, eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen.

Wie berechnet sich die Auszahlung einer Turnierwette aus Einsatz und Quote, und wie wirkt die Sportwettensteuer?

Die Brutto-Auszahlung ist Einsatz mal Quote, der Reingewinn Einsatz mal (Quote minus 1). Die Wettsteuer beträgt 5,3 Prozent auf den Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, das sind rund 5,03 Prozent des eingesetzten Betrags, und wird vom Veranstalter geschuldet. Ob und wie der Anbieter sie an die Spielenden weitergibt, variiert: Manche ziehen sie vom Einsatz ab, manche vom Gewinn, manche übernehmen sie.

Warum kann keine Quote den Turniersieger sicher vorhersagen, und was sagt sie über die Chancen aus?

Eine Quote ist der Preis, den der Markt für einen Euro Einsatz zahlt, und enthält die Marge des Anbieters. Sie ist keine Wahrscheinlichkeit, sondern ein Marktpreis. Die implizite Wahrscheinlichkeit eines Ausgangs ist 1 geteilt durch die Quote; die Summe der impliziten Wahrscheinlichkeiten aller Ausgänge liegt über 100 Prozent, die Differenz ist die Marge. Eine Quote von 5,00 auf einen Außenseiter bedeutet nicht 20 Prozent Wahrscheinlichkeit, sondern einen Marktpreis, der diese 20 Prozent abbildet – die tatsächliche Wahrscheinlichkeit liegt meist niedriger, weil die Marge eingepreist ist.

Inhalt erstellt vom Team «wettseitenhub.com»