Die besten Wettanbieter mit Freiwette 2026 im Vergleich

Updated Oktober 2026
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Stand: 19. Oktober 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026.

Wer eine Freiwette sucht, bekommt sie selten geschenkt. Der Einsatz wird im Gewinn nicht mit­ausgezahlt, und der Bonus ist an Bedingungen geknüpft, die selten auf den ersten Blick neben dem Werbeversprechen stehen. Wer in Deutschland wettet, hat zusätzlich eine ziemlich kurze Auswahl: Erlaubnis haben nur die Anbieter, die auf der GGL-Whitelist stehen; alles andere ist nach dem Wortlaut des Glücksspielstaatsvertrags unerlaubtes Glücksspiel.

Ein Geschenkband liegt neben einem Fußball auf einem Holzboden, gedämpftes Licht fällt von einem Fenster herein.
Bet365 bewirbt für Neukunden „bis zu 100 € in Wett-Credits“; Gewinne enthalten den Einsatz der Wett-Credits nicht.

Eine Freiwette ist selten ein Geschenk ohne Bedingungen. Wer sich für Gratisangebote interessiert, sollte wissen, wie sie sich von klassischen Einzahlungsboni unterscheiden, welche Anbieter eine offizielle deutsche Erlaubnis besitzen und wie sich der tatsächliche Wert einer Freiwette unter Berücksichtigung von Quoten und Umsatzbedingungen einschätzen lässt.

Was eine Freiwette ist und was sie nicht ist

Eine Freiwette ist ein Wett­guthaben, das ein Anbieter für eine Wette bereitstellt. Sie ist eine In­anspruch­nahme eines Bonus, kein Geschenk ohne Erwartung. Drei Eigenheiten bestimmen ihren Wert:

Ein Tischkicker in einem leeren Raum, die Spielfiguren in Reihe, Tageslicht fällt durch ein großes Fenster.
Das Willkommensangebot von Winamax verdoppelt die erste Einzahlung bis zu 100 € in Freebets, ohne Umsatzbedingungen für die Freebets.

Erstens: Der Einsatz wird im Gewinn nicht mit­ausgezahlt. Setzt jemand eine 10-Euro-Freiwette auf eine Quote von 3,00 und gewinnt, landen 20 Euro auf dem Konto, nicht 30. Wer das übersieht, hat 10 Euro „verschenkt“, die nicht wirklich zur Verfügung standen. Die Werbung redet meist von einem Gewinn, der die Freiwette einschließt, und meint genau das nicht.

Zweitens: Eine Freiwette hat Bedingungen. Sie muss innerhalb einer Frist auf einer Wette mit einer bestimmten Mindest­quote platziert werden. Sie kann auf Einzel­wetten beschränkt sein oder Kombi­wetten verlangen. Sie kann aus­geschlossen sein für System­wetten, für Live-Wetten oder für Wetten mit Quoten­boost. Wer eine Freiwette nicht innerhalb der Frist nutzt, verliert sie – das ist keine Ausnahme, sondern die Regel.

Drittens: Eine Freiwette ist nicht dasselbe wie ein Einzahlungs­bonus. Ein Einzahlungs­bonus ist Bonus­guthaben, das zur Auszahlung erst noch umgesetzt werden muss. Eine Freiwette ist eine konkrete Wette auf Kosten des Anbieters, die nicht umgesetzt, sondern gespielt wird. Wer 100 Euro einzahlt und dafür einen 100-Prozent-Bonus bis 100 Euro bekommt, bekommt Geld auf sein Konto, das er mehrfach umsetzen muss, bevor er es auszahlen kann. Wer eine 25-Euro-Freiwette bekommt, bekommt eine Wette über 25 Euro, die er platzieren kann – Gewinne daraus sind nach den Regeln des Anbieters meist ohne weitere Umsatz­bedingungen auszahlbar.

Die Werbe­begriffe verschleiern das. „Risikofrei“ meint eine Wette, deren Verlust erstattet wird – als Freiwette, nicht in Geld. „Bis zu X Euro Bonus“ meint eine Ober­grenze, die selten erreicht wird. „Ohne Einzahlung“ meint eine Anmeldung, hinter der immer Bedingungen stehen, die in den Promo-Bedingungen stehen und nicht auf der Startseite. Wer die Bedingungen liest, weiß am Ende, was er bekommt.

Wie der Wert einer Freiwette zu lesen ist

Der Wert einer Freiwette ist nicht ihr Nominalwert. Eine 25-Euro-Freiwette auf Quote 1,50 ist weniger wert als eine 10-Euro-Freiwette auf Quote 3,00 – die höhere Quote gleicht das fehlende Guthaben teilweise aus. Dahinter steht eine durch­schnittliche Erwartung: Was zahlt die Wette über viele Wieder­holungen aus, wenn der Anbieter die Auszahlungs­quote dieses Marktes nimmt?

Ein Fußballplatz am Abend aus der Vogelperspektive, Flutlichtmasten ausgeschaltet, die Rasenlinien deutlich sichtbar.
Auf der Whitelist der GGL steht bet365 mit der Hillside (Europe) ENC, Sitz Ta’Xbiex, Malta; Stand der Liste: 2. Oktober 2026.

Der Wert einer Freiwette, deren Einsatz nicht mit­ausgezahlt wird, folgt einer eigenen Formel: Nennwert mal (Quote minus 1) geteilt durch die Quote, multipliziert mit der Auszahlungs­quote des Marktes. Daraus ergibt sich für die angenommene 25-Euro-Freiwette auf eine zwei­fache Wette mit Quote 1,90 und einer Auszahlungs­quote von rund 94,7 Prozent ein Band von etwa 11,50 Euro. Auf der Seite zu diesem Anbieter steht die Rechnung im Detail.

Freiwette, Gratiswette, Freebet – drei Begriffe, eine Mechanik

Die Werbe­sprache benutzt sie wie Synonyme, technisch meinen sie dasselbe: Wett­guthaben, das für eine Wette bereitgestellt wird und dessen Einsatz im Gewinn nicht enthalten ist. „Gratiswette“ warb bet-at-home für die WM 2026, „Freebets“ benutzt Winamax, „Wett-Credits“ benutzt bet365. Das Vokabular ist unterschiedlich, die Mechanik ist identisch – und damit auch die Frage, was die Gratis­wette wert ist.

Verantwortung beim Wetten mit Gratis­angeboten

Eine Freiwette ist kein Anlass, das eigene Einzahlungs­limit auszuhebeln. Das Limit liegt nach § 6c Abs. 1 des Glücksspiel­staatsvertrags bei 1.000 Euro pro Kalender­monat über alle Anbieter hinweg, durch­gesetzt über die Limit­datei LUGAS. Eine Freiwette zählt nicht als Einzahlung, aber sie kann Anreiz sein, eine höhere Einzahlung zu leisten, um den Bonus voll auszuschöpfen – und genau dort beginnt das Problem.

Teilnehmen darf nur, wer volljährig ist, § 4 Abs. 3 GlüStV. Wer sich bei einem Anbieter auf der GGL-Whitelist anmeldet, wird vor der Anmeldung in OASIS geprüft, dem Spielersperr­system der Länder. Eine Selbst­sperre über mindestens drei Monate ist möglich, sonst mindestens ein Jahr. Wer eine Sperre hat, kann weder einzahlen noch spielen – auch nicht mit einer Freiwette.

Parallel­spiel ist verboten, § 6h. Ein aktives Konto bei einem zweiten Anbieter reicht aus, damit die Auszahlung beim ersten stockt. Das gilt auch für die Auszahlung von Freiwetten-Gewinnen.

Der Panik­button sperrt das Konto für 24 Stunden, sofort, § 6i Abs. 3. Eine einzige gedrückte Taste schiebt jede Wette, auch eine offene Freiwette, in diese Pause.

Eine Freiwette ist Werbung für weiteres Glücks­spiel. Werbung, die nicht von der GGL genehmigt ist, erreicht deutsche Kunden nicht – Werbung im Fernsehen zwischen 6 und 21 Uhr ist nach § 5 Abs. 3 Satz 1 ohnehin nur für Sport­wetten ohne Verbot erlaubt. Werbung mit Sport­lern als Werbe­figuren ist nicht erlaubt. Affiliate-Vergütung pro Einsatz oder pro Einzahlung ist nicht erlaubt, § 5 Abs. 6. Werbung, die es trotzdem gibt, kommt von Anbietern ohne Erlaubnis – und genau für die warnt die GGL, etwa am 17. September 2026 vor „Platincasino“.

Wo Hilfe greift, wenn das Spiel zum Problem wird

Die Bundes­zentrale für gesundheitliche Aufklärung führt eine Liste anerkannter Beratungs­stellen. Die Anbieter selbst verlinken sie in ihren Hilfeseiten. Wer den Verdacht hat, dass das eigene Spielverhalten außer Kontrolle gerät, kann eine Selbst­sperre über OASIS beantragen – sie gilt für alle lizenzierten Anbieter in Deutschland, nicht nur für den, bei dem das Konto liegt.

Hilfe fängt außerdem vor der Auszahlung an: Die Aktivitäts­datei LUGAS prüft, ob ein Spieler bei einem zweiten Anbieter aktiv ist. Wer um eine Auszahlung bittet, während parallel ein Konto bei einem anderen Anbieter offen ist, bekommt sie nicht.

Freiwetten, Bonus­geld, Cashback – die Mechaniken im Vergleich

Die Werbe­sprache kennt viele Begriffe. Was wirklich zählt, ist die Mechanik dahinter – und was sie den Spieler kostet.

Eine Freiwette ist eine konkrete Wette auf Kosten des Anbieters. Der Einsatz wird nicht mit­ausgezahlt. Gewinne sind meist ohne weitere Umsatz­bedingungen auszahlbar. Wer die Freiwette verliert, verliert nichts Eigenes, weil kein eigenes Geld eingesetzt wurde. Wer gewinnt, bekommt den Nettogewinn.

Ein Einzahlungs­bonus ist Geld auf dem Konto, das zur Auszahlung umgesetzt werden muss. Die meisten Anbieter verlangen ein Mehrfaches des Bonus als Umsatz, in Sport- und Live-Wetten, mit einer Mindest­quote je Wette. Tipwin verlangt das Siebenfache von Einzahlung plus Bonus, mit höchstens 100 Euro je Wettschein und nur Wetten ab Quote 1,80. Sportwetten.de schreibt 100 Prozent auf die erste Einzahlung bis 100 Euro, ohne dasselbe Wort von Umsatz zu schreiben – die Bedingungen stehen im Kleingedruckten.

Ein „risikofreier“ Einsatz erstattet den verlorenen Einsatz als Freiwette, nicht in Geld. Wer 50 Euro riskant wettet und verliert, bekommt eine 50-Euro-Freiwette, nicht 50 Euro zurück. Das ist die übliche Lesart, und sie steht so in den Bedingungen.

Ein Preis­boost erhöht die Quote für eine aus­gewählte Wette. Cashback erstattet einen Prozent­satz der Nettoverluste. Accumulator-Versicherung erstattet eine Kombi­wette, wenn ein Bein falsch ist. Jede dieser Mechaniken hat ihre eigene Rechnung.

Was der Spieler mitbringen muss, bevor er eine Freiwette annimmt

Eine Freiwette ist Werbung für eine erste Einzahlung, meistens. Die Mindest­einzahlung steht in den Bedingungen und liegt zwischen 1 Euro und 20 Euro, je nach Anbieter. Wer darunter liegt, bekommt die Gratis­wette nicht.

Die qualifizierende Wette steht ebenfalls in den Bedingungen. Bei MERKUR BETS verliert der Kunde die erste Kombi­wette und bekommt den Einsatz bis 75 Euro als Freebet erstattet – wenn vorher die Option „Neukunden-JokerBet“ gewählt wurde. Wer die Option nicht wählt, verliert ohne Erstattung.

Die Frist steht in den Bedingungen. Bei der bet-at-home-Gratiswette zur WM 2026 lief die Wette bis zum 28. Juni 2026 um 18 Uhr. Wer später wettete, bekam nichts.

Die Auszahlungs­methode steht in den Bedingungen. Bei Betway qualifizieren Einzahlungen per Skrill nur die Willkommens-Freiwette, nicht den Einzahlungs­bonus – wer den Bonus wollte und mit Skrill einzahlt, bekam den Bonus nicht.

Eine Freiwette ist eine Wette unter fremden Bedingungen. Wer die Bedingungen nicht liest, läuft Gefahr, am Ende ohne Freiwette dazustehen – oder mit einer Freiwette, deren Gewinn nicht ausgezahlt wird, weil die Frist abgelaufen ist.

Was die Bonus­umsatz­bedingungen wirklich bedeuten

Eine typische Bedingung lautet: „Bonus und Einzahlung müssen siebenmal umgesetzt werden.“ Wer 100 Euro einzahlt und 100 Euro Bonus bekommt, muss 1.400 Euro an Wetten platzieren, bevor eine Auszahlung möglich ist. Bei einer Mindest­quote von 1,80 und einer durch­schnittlichen Auszahlungs­quote von 94 Prozent verliert der Spieler davon rund 84 Euro – also fast den gesamten Bonus. Die Bonus­rechnung ist eine Verlust­rechnung.

Eine niedrige Mindest­quote hilft. Winamax verlangt nur 1,05 für die Umsetzung der Einzahlung – was die meisten Wetten erfüllt. Wer hohe Quoten fordert, schränkt die Auswahl ein und macht die Umsetzung teurer.

Cashout zählt meist nicht zum Umsatz. Winamax schreibt es ausdrücklich. Wer mit Cashout aussteigt, hat die Wette nicht „umgesetzt“, sondern beendet – und die Bedingung ist nicht erfüllt. Wer den Bonus umsetzen will, muss durch­spielen.

Fristen, die niemand auf den ersten Blick sieht

60 Tage – so lange hat ein Spieler bei Wettstar Zeit, den Neukunden­bonus fünfmal umzusetzen. Danach verfällt der Bonus. Wer seinen Bonus erst versteht, wenn er auszahlen will, erlebt eine böse Über­raschung.

7 Tage – so lange hat eine Spieler eine Freebet aus dem MERKUR BETS CLUB nach Erhalt Zeit, sie zu nutzen. Wer am Sonntag spielt und die Freebet erst am Montag entdeckt, hat die ganze Woche verloren.

3 Tage – so lange muss die Freebet aus dem MERKUR BETS CLUB nach Erhalt unter „Meine Boni“ aktiviert werden. Wer die Aktivierung verpasst, hat keine Freebet.

Fristen sind das, was Gratis­angebote von Geschenken unter­scheidet. Ein Geschenk verfällt nicht. Eine Gratis­wette verfällt immer.

Die zehn lizenzierten Wett­anbieter mit Freiwette im Vergleich

Die folgende Tabelle führt die zehn Anbieter auf, die auf der Whitelist der GGL mit Stand 2. Oktober 2026 für die genannte Domain eine Sport­wetten­erlaubnis haben. Die Reihenfolge ist alphabetisch, nicht wertend. Sie ist eine Vorauswahl, kein Ranking.

Anbieter GGL-Whitelist-Status Inhaber der Erlaubnis Erlaubnis seit
Bet3000 Erlaubt, Whitelist-Eintrag I.B.C. Sportsbetting Limited, Sliema, Malta 22.04.2026
Betano Erlaubt, Whitelist-Eintrag Betkick Sportsbetting Limited, San Ġiljan, Malta 19.02.2021
bet365 Erlaubt, Whitelist-Eintrag Hillside (Europe) ENC, Ta’Xbiex, Malta 09.10.2020
Betway Erlaubt, Whitelist-Eintrag Betway Limited 09.03.2021
DAZN Bet Erlaubt, Whitelist-Eintrag DZBT Operations Limited 22.08.2023
MERKUR BETS Erlaubt, Whitelist-Eintrag Merkur Bets Malta Limited 06.11.2023
Sportwetten.de Erlaubt, Whitelist-Eintrag NetX Betting Limited 19.11.2020
Tipico Erlaubt, Whitelist-Eintrag Tipico Co. Limited, San Ġiljan, Malta 09.10.2020
Tipwin Erlaubt, Whitelist-Eintrag Tipwin Limited 09.10.2020
VBet Erlaubt, Whitelist-Eintrag SCGO Limited, St. Julian’s, Malta 05.12.2023

Die Tabelle zeigt den Stand zum 2. Oktober 2026. Wer einen Anbieter sucht, der heute noch erlaubt ist, sollte die Whitelist selbst prüfen – das ist die einzige amtliche Quelle. Die Erlaubnis wird jeweils für die Domain ausgesprochen, die in der Whitelist steht – eine .de-Domain allein sagt nichts.

Was die Erlaubnis ergaben und was nicht

Eine Erlaubnis bedeutet, dass der Anbieter in Deutschland Sport­wetten anbieten darf. Sie bedeutet nicht, dass das Angebot empfehlenswert ist, dass die Quoten gut sind, dass die Freiwette groß ist oder dass die Bedingungen kunden­freundlich sind. Eine Erlaubnis bedeutet auch nicht, dass der Anbieter für andere Produkte erlaubt ist – eine Casino-Lizenz ist eine andere Lizenz mit anderen Regeln.

Eine Erlaubnis bedeutet weiterhin, dass OASIS und LUGAS für den Anbieter Pflicht sind, dass die Einzahlungs­obergrenze von 1.000 Euro pro Monat gilt, dass die Anbieter­datei eine Aktivitäts­abfrage macht und dass Werbung nur unter den Regeln des § 5 GlüStV stattfindet. Wer bei einem lizenzierten Anbieter spielt, hat das Sicherungs­system der Länder hinter sich.

Was die Tabelle über die Anbieter­struktur sagt

Vier Anbieter haben ihre erste Erlaubnis vor 2021 erhalten: Tipico, Tipwin, bet365 und Sportwetten.de. Sie waren vor der Reform des Glücksspiel­staats­vertrags schon am Markt, unter den Übergangs­regelungen oder unter vorherigen Erlaubnissen. Die übrigen sechs sind seit 2021 bis 2026 dazugekommen – betano und Betway 2021, DAZN Bet 2023, MERKUR BETS 2023, VBet 2023 und Bet3000 2026.

Die Inhaber sitzen mit Ausnahme von zwei Anbietern auf Malta. Das ist die typische Struktur für europäische Anbieter – eine deutsche Erlaubnis ist nicht an einen deutschen Sitz gebunden, solange der Anbieter den deutschen Anforderungen genügt. Eine maltesische Gesellschafts­struktur ist kein Hinweis auf mangelnde Seriosität, aber sie ist auch kein Güte­siegel: Das Güte­siegel ist die deutsche Erlaubnis.

Wie die Tabelle zu lesen ist

Die Spalte „Erlaubnis seit“ zeigt das Datum der ersten Erlaubnis, nicht das Datum der letzten Verlängerung. Mehrere Anbieter haben nach der ersten Erlaubnis eine Folge­erlaubnis erhalten – bet365 etwa am 27.12.2022, Tipwin am 27.12.2022 und 09.01.2024. Eine Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre, aber die Whitelist zeigt nur das Datum der Aus­stellung, nicht das Datum des Ablaufs.

Die Spalte „Inhaber der Erlaubnis“ zeigt die Gesellschaft, die in der Whitelist steht. Sie ist nicht in allen Fällen der Name, der auf der Webseite steht – hinter Sportwetten.de steht die NetX Betting Limited, hinter Tipico die Tipico Co. Limited. Wer die Whitelist prüft, sollte den Inhaber prüfen, nicht den Marken­namen.

Wett­anbieter im Einzel­vergleich

Was eine Freiwette taugt, lässt sich nicht an der Whitelist ablesen. Was sie taugt, steht in den Bedingungen – und die sind von Anbieter zu Anbieter unter­schiedlich. Die folgenden Abschnitte gehen die zehn Anbieter aus der Tabelle durch, mit ihren Neukunden­angeboten, den typischen Bedingungen und dem, was ein Spieler konkret bekommt.

Betway – Skrill und Trustly, gesondert behandelt

Betway istbritischerHerkunft, läuft in Deutschland seit dem 9. März 2021 mit einer GGL-Erlaubnis für Betway, Inhaber ist die Betway Limited. Die Zahlungs­wege sind das, was Betway unter­scheidet: Skrill mit Mindest­einzahlung 5 Euro, Mindest­auszahlung 10 Euro, gebühren­frei und in der Regel innerhalb von 24 Stunden. Trustly mit denselben Mindest­beträgen, gebühren­frei, Auszahlung auf das hinterlegte Bankkonto.

Was viele nicht wissen: Skrill-Einzahlungen qualifizieren bei Betway nur die Willkommens-Freiwette, nicht den Einzahlungs­bonus. Wer mit Skrill einzahlt und den Bonus mit­nehmen will, bekommt ihn nicht. Trustly-Auszahlungen sind erst möglich, wenn keine offenen Bonus­umsatz­bedingungen auf dem Konto liegen. Die Auszahlung geht auf das eigene Bankkonto – eine Bedingung, die bei deutschen Konten kein Problem ist, bei gemeinsamen Konten aber schon.

Die Willkommens-Freiwette ist das Kernangebot, das diese Zahlungs­wege triggern. Wer mit Trustly einzahlt, bekommt die Freiwette nach den Bedingungen, die der Anbieter aktuell setzt.

Bet3000 – Neuling auf der Whitelist, klassisches Programm

Bet3000 läuft seit dem 22. April 2026 mit einer GGL-Erlaubnis, Inhaber ist die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta. Die Marke ist im deutschen Markt seit Jahren präsent, unter anderem als Sponsor im Fußball – die Erlaubnis kam erst spät. Wer einen etablierten Namen mit frischer Erlaubnis sucht, ist hier richtig.

Das Programm ist klassisch: Einzel- und Kombi­wette, die üblichen Sportarten, Cash Out bei Einzel- und Kombi­wetten. Was an Freebieten läuft, hängt von der aktuellen Aktion ab – Bet3000 wirbt auf der eigenen Seite mit verschiedenen Aktionen, die sich an Neukunden und Bestands­kunden richten.

MERKUR BETS – Freebet als Erstattung, nicht als Geschenk

MERKUR BETS ist ein vergleichs­weise junger Anbieter, läuft seit dem 6. November 2023 mit GGL-Erlaubnis. Inhaber ist die Merkur Bets Malta Limited. Das Programm ist breit, das Angebot an Freebets ist es auch.

Die Neukunden-Freiwette hat eine Eigenheit: Der Kunde bekommt eine 25-Euro-Freebet ab einer Ersteinzahlung von 1 Euro. Verliert die erste qualifizierende Kombi­wette, wird der Einsatz bis 75 Euro als Freebet erstattet – aber nur, wenn vor der Wette die Option „Neukunden-JokerBet“ gewählt wurde. Wer die Option nicht setzt, verliert ohne Erstattung. Das ist eine zweistufige Mechanik: erst Einzahlung, dann Wette mit Option, dann gegebenenfalls Freebet. Wer einen Schritt vergisst, bekommt nichts.

Dazu kommt der MERKUR BETS CLUB: Für Kombi­wetten oder Betbuilder mit mindestens drei Auswahlen und Gesamt­quote ab 4,00 bei einem Wochen­einsatz ab 25 Euro gibt es am Montag der Folge­woche eine 5-Euro-Freebet. Die Freebet muss innerhalb von 3 Tagen unter „Meine Boni“ aktiviert werden und verfällt, wenn sie nicht innerhalb von 7 Tagen genutzt wird. Sie gilt nur für Einzel- oder Kombinations­wetten, System­wetten sind aus­geschlossen. Bei einer mit Freebet platzierten Wette ist kein Cashout möglich – und bei Gewinn wird der Gewinn abzüglich des Freebet-Einsatzes ausgezahlt.

Eine Freebet, die unter Quoten­boost platziert wird, ist nicht erlaubt. Wer den Boost will, muss eigenes Geld riskieren. Das ist eine kalkulierte Sperre – der Anbieter will, dass die Freebet auf normalem Weg gewinnt.

Tipico – Klassiker, Erlaubnis seit 2020

Tipico ist der bekannteste deutsche Wett­anbieter, läuft seit dem 9. Oktober 2020 mit GGL-Erlaubnis. Inhaber ist die Tipico Co. Limited mit Sitz in San Ġiljan, Malta. Gegründet 2004 von Oliver Voigt, Dieter Pawlik, Mladen Pavlovic und dem Rechtsanwalt Wolfgang Kuentzle, ist Tipico heute Synonym für deutsche Sport­wetten.

Was Tipico unter­scheidet, ist die Omnipräsenz im deutschen Fußball – von der Bundesliga bis in die Regionalliga. Das Wett­programm ist entsprechend breit. Die Frage nach Freebets ist eine andere: Tipico setzt stark auf klassische Bonus­mechaniken statt auf reine Freebets. Das Willkommens­angebot ist nicht primär eine Freiwette, sondern ein Einzahlungs­bonus mit Umsatz­bedingungen.

Was bleibt, ist die GGL-Erlaubnis und die Tatsache, dass Tipico in Deutschland vor Gericht steht: Der Bundes­gerichts­hof hat am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem Europäischen Gerichts­hof die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungs­freiheit einer Nichtigkeit von Sport­wetten­verträgen entgegen­steht – der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 Euro Verluste aus den Jahren 2013 bis 2018 zurück. Der General­anwalt am EuGH hat in seinen Schluss­anträgen vom 19. März 2026 (Rechts­sache C-530/24) es grund­sätzlich für möglich gehalten, dass unlizenzierte Anbieter verlorene Einsätze zurück­zahlen müssen. Tipico ist lizenziert, also greift die Frage nur am Rand – aber das Verfahren zeigt, wie ernst die Gerichte die Frage nach unerlaubtem Glücks­spiel nehmen.

Tipwin – hoher Bonus, strenge Umsetzung

Tipwin läuft seit dem 9. Oktober 2020 mit GGL-Erlaubnis, Inhaber ist die Tipwin Limited. Das Willkommens­angebot ist 100 Prozent auf die Einzahlung bis 100 Euro – wer 100 Euro einzahlt, bekommt 200 Euro auf dem Konto. Das klingt nach viel, ist aber an eine der strengen Umsatz­bedingungen im Markt geknüpft: Einzahlung und Bonus müssen zusammen siebenmal umgesetzt werden, je Wettschein zählen höchstens 100 Euro, und nur Wetten ab Quote 1,80 zählen.

Wer 200 Euro siebenmal umsetzen muss, kommt auf 1.400 Euro Umsatz. Bei einer Mindest­quote von 1,80 ist die Auswahl begrenzt – nicht jeder Markt bietet diese Quote. Cashout-Tickets zählen nicht zum Umsatz, was die Sache zusätzlich verkompliziert. Wer vor der Verifizierung einzahlt, bekommt den Bonus erst mit der nächsten Einzahlung – ein Detail, das viele Kunden erst merken, wenn die Verifizierung durch ist.

Die Auszahlung ist erst möglich, wenn alle Umsatz­bedingungen erfüllt sind und kein Rest­guthaben von mehr als 1 Euro mehr auf dem Konto liegt – ein Sicherungs­mechanismus, der verhindert, dass mitten im Umsatz Teile abgezogen werden.

DAZN Bet – Cashout eingeschränkt

DAZN Bet läuft seit dem 22. August 2023 mit GGL-Erlaubnis, Inhaber ist die DZBT Operations Limited. Die Marke kommt aus dem Sport­streaming und bringt die Logik des Fernsehens ins Wett­programm – DAZN weiß, wann ein Spiel läuft, und setzt das Wett­programm entsprechend.

Cash Out ist bei DAZN Bet nur bei Einzel- und Kombi­wetten möglich, nicht bei System­wetten und nicht bei als Freiwette platzierten Wetten. Der Betrag richtet sich nach den aktuellen Quoten, die Verfügbarkeit wird nicht garantiert. Wer eine offene Freebet hat und sie vor Ende der Wette auszahlen will, kann das nicht – die Freebet muss durch­gespielt werden.

Was DAZN Bet unter­scheidet, ist die Über­schneidung mit dem Streaming-Angebot – wer DAZN-Abo hat, bekommt das Wett­programm dazu. Wer kein Abo hat, kann trotzdem spielen, verliert aber den Quer­bezug.

Betano – etabliert, mit aktiver Werbung

Betano läuft seit dem 19. Februar 2021 mit GGL-Erlaubnis, Inhaber ist die Betkick Sportsbetting Limited mit Sitz in San Ġiljan, Malta. Die Marke gehört zur Kaizen Gaming, die international auch in Brasilien und Griechen­land stark ist. Das Programm ist breit, die Werbung laut.

Was an Freebieten läuft, ist nicht auf den ersten Blick von der Werbung zu unter­scheiden – Betano bewirbt Willkommens­angebote, Cashback-Aktionen und Boost-Aktionen parallel. Wer eine konkrete Freiwette sucht, muss in den Promo-Bereich gehen und die laufenden Aktionen prüfen.

VBet – klassisches Sport­wetten­programm mit Freebet-Aktionen

VBet läuft seit dem 5. Dezember 2023 mit GGL-Erlaubnis, Inhaber ist die SCGO Limited mit Sitz im Portomaso, Malta. Die Marke ist international stark, in Deutschland noch im Aufbau. Das Programm deckt die üblichen Sport­arten ab, Cash Out ist verfügbar, die Freebet-Aktionen wechseln.

Was VBet unter­scheidet, ist die übersichtliche Struktur der Promo-Seite – die Aktionen sind klar gekennzeichnet, die Bedingungen direkt dabei. Wer eine Freiwette sucht, findet sie schneller als bei anderen Anbietern.

Sportwetten.de – Einzahlungs­bonus, nicht primär Freiwette

Sportwetten.de läuft seit dem 19. November 2020 mit GGL-Erlaubnis, Inhaber ist die NetX Betting Limited. Die Marke gehört zur Stadlauer Malzfabrik, einem der großen österreichischen Wett­veranstalter. Das Programm ist solide, das Willkommens­angebot ein klassischer Einzahlungs­bonus: 100 Prozent auf die erste Einzahlung bis 100 Euro, ab einer Mindest­einzahlung von 10 Euro, sofort gutgeschrieben. Die Bedingungen stehen im Kleingedruckten – Sportwetten.de ist nicht der Anbieter für die große Gratis­wette.

Wer eine klassische Mechanik sucht – einzahlen, Bonus bekommen, umsetzen, auszahlen – ist hier richtig. Wer eine echte Freebet will, wird bei anderen fündig.

bet365 – Wett-Credits, kombiniert mit Quoten­boost

bet365 läuft seit dem 9. Oktober 2020 mit GGL-Erlaubnis, Inhaber ist die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta. Die Marke ist der größte private Wett­anbieter der Welt, mit einer Tech-Plattform, die in vielen Märkten Standards setzt. Das Willkommens­angebot auf bet365 ist „bis zu 100 Euro in Wett-Credits“ – Wett-Credits sind der bet365-Begriff für Freebets.

Die Wett-Credits werden nach Abrechnung von Wetten im Wert der qualifizierenden Einzahlung freigegeben. Gewinne enthalten den Einsatz der Wett-Credits nicht – das ist die Standard­­mechanik für eine Freiwette, in der bet365-Sprache. Dazu kommen mehrere Funktionen, die bet365 auszeichnen: ein Boost für den Wetten-Konfigurator bei 3 oder mehr Auswahlen und kombinierten Quoten ab 2,00, ein Gewinn-Boost für Kombi­wetten mit steigendem Prozent­satz je nach Zahl der Auswahlen, Cash Out, „Einwechslung+“ (eine Spieler­wette läuft bei einer Auswechslung weiter) und „Wette teilen“. Wer eine Plattform mit vielen Funktionen sucht, ist hier richtig.

Was die Größe nicht garantiert, ist eine kunden­freundliche Bedingung – die Wett-Credits sind an die qualifizierende Einzahlung gebunden, wer weniger einzahlt, bekommt weniger Credits. Wer 100 Euro einzahlt, bekommt bis zu 100 Euro in Credits. Wer 50 Euro einzahlt, bekommt 50 Euro in Credits. Die „bis zu“-Formulierung bezieht sich auf die Einzahlungs­höhe, nicht auf eine eigene Großzügigkeit.

Welcher Anbieter für welchen Spieler

Wer mit Skrill oder Trustly einzahlt, ist bei Betway richtig – die Zahlungs­wege sind gesondert getestet und gebühren­frei.

Wer eine Erstattungs­mechanik sucht, die nach Verlust der ersten Wette greift, ist bei MERKUR BETS richtig – die JokerBet-Option erstattet bis 75 Euro als Freebet.

Wer eine klassische deutsche Marke mit Fußball-Fokus sucht, ist bei Tipico richtig – das Programm ist breit, die Erlaubnis ist alt, der Name ist bekannt.

Wer eine Plattform mit vielen Funktionen sucht, ist bei bet365 richtig – Wett-Kredits, Boosts, Cashout, Konfigurator.

Wer eine kleine Marke mit frischer Erlaubnis sucht, ist bei Bet3000 richtig – der Neuling auf der Whitelist.

Wer einen soliden Einzahlungs­bonus ohne Freebet-Fokus sucht, ist bei Sportwetten.de richtig.

Wer einen Einzahlungs­bonus mit strenger Umsetzung sucht, ist bei Tipwin richtig – 7-fache Umsetzung von Einzahlung plus Bonus.

Wer das Wett­programm mit Sport­streaming verknüpfen will, ist bei DAZN Bet richtig.

Wer ein breites Programm mit aktivem Marketing sucht, ist bei Betano richtig.

Wer eine übersichtliche Promo-Seite mit klaren Freebet-Aktionen sucht, ist bei VBet richtig.

Die Auswahl ist am Ende eine Frage der Priorität: Welche Mechanik passt zum eigenen Spiel­verhalten, und welche Bedingungen kann der Spieler wirklich erfüllen. Eine Freebet mit sieben Tagen Frist nützt wenig, wer nur am Wochenende spielt.

Wie eine Freiwette in eine Wette umge­rechnet wird

Eine Freiwette ist nicht ihr Nennwert. Sie ist eine Wette auf Kosten des Anbieters, deren Einsatz im Gewinn nicht enthalten ist. Was die Freiwette durch­schnittlich wert ist, hängt der Quote ab, auf die sie gesetzt wird, und der Auszahlungs­quote des Marktes, auf dem sie läuft.

Die Rechnung ist einfach: Nennwert mal (Quote minus 1) geteilt durch die Quote. Für eine 25-Euro-Freiwette auf Quote 1,90 ergibt sich 25 mal 0,90 geteilt durch 1,90, also rund 11,84 Euro. Das ist der Brutto­wert – der Anbieter behält noch seinen Anteil über die Auszahlungs­quote. Bei einer zwei­fachen Wette mit Quoten 1,90 / 1,90 liegt die Auszahlungs­quote bei rund 94,7 Prozent, der Anbieter behält rund 5,3 Prozent. Der Netto­wert der 25-Euro-Freiwette auf dieser Wette liegt damit bei rund 11,21 Euro.

Bandbreite statt Punktwert

Die Rechnung steht für eine durch­schnittliche Erwartung, nicht für ein Ergebnis. Wer auf Quote 1,90 setzt und verliert, bekommt nichts. Wer gewinnt, bekommt den vollen Brutto­wert. Über viele Wieder­holungen nähert sich der Erwartungs­wert der Rechnung an – und liegt damit bei etwa 11 Euro für eine 25-Euro-Freiwette auf einer zwei­fachen Wette mit Quote 1,90.

Wer eine höhere Quote spielt, bekommt mehr – eine 25-Euro-Freiwette auf Quote 3,00 hat einen Brutto­wert von rund 16,67 Euro, netto bei 5,3 Prozent Anbieter­anteil rund 15,78 Euro. Wer auf Quote 1,50 spielt, bekommt weniger – Brutto­wert rund 8,33 Euro, netto rund 7,89 Euro. Die Quote ist der Hebel, nicht der Nennwert.

Was die Rechnung nicht zeigt

Die Rechnung zeigt den Wert der Freiwette unter idealen Bedingungen: Die Frist wird eingehalten, die Mindest­quote wird erfüllt, der Markt ist erlaubt, die Freebet wird nicht verfällt. Wer die Frist verpasst, bekommt nichts. Wer unter der Mindest­quote spielt, bekommt die Wette nicht als Freebet gewertet. Wer auf einen unerlaubten Markt setzt, verliert die Freebet. Die Rechnung zeigt, was am Ende übrig bleibt, wenn alles glatt läuft – und das ist selten alles.

Vergleich: Freebet versus Einzahlungs­bonus

Eine 25-Euro-Freiwette hat einen Wert von rund 11 Euro auf Quote 1,90. Ein 25-Euro-Einzahlungs­bonus hat einen Wert, der gegen Null geht, wenn die Umsatz­bedingungen hoch sind. Bei siebenfacher Umsetzung von Bonus plus Einzahlung verliert der Spieler rund 6 Prozent pro Umsatz – bei 5,3 Prozent Markt­anteil liegt der Verlust bei rund 35 Euro auf 350 Euro Umsatz. Der Bonus kostet mehr, als er einbringt, wenn die Quote niedrig ist und der Umsatz hoch.

Eine Freebet ist ein besseres Angebot als ein Bonus mit Umsatz – voraus­gesetzt, die Freebet wird genutzt. Eine Freebet, die verfällt, ist nichts.

Rechtliche Lage: Wer in Deutschland Sport­wetten anbieten darf

Sport­wetten sind in Deutschland nach § 4 Abs. 1 GlüStV 2021 erlaubnis­pflichtig. Die Erlaubnis wird von der Gemeinsamen Glücksspiel­behörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale) ausgesprochen, § 9a Abs. 1 Nr. 3. Sie gilt für die Veranstaltung und die Vermittlung von Sport­wetten im Internet, § 27f Abs. 1. Die Aufsicht liegt bei der GGL, der Vollzug bei den Ländern.

Die GGL führt die offizielle Whitelist nach § 9 Abs. 8. Sie ist die einzige amtliche Quelle, um zu prüfen, ob ein Anbieter eine deutsche Erlaubnis hat. Stand 2. Oktober 2026 enthält sie 30 Einträge – 27 Inhaber mit Sport­wetten­erlaubnis, davon zwei zusätzlich mit Pferde­wetten­erlaubnis, und drei Inhaber nur für Pferde­wetten.

Eine Erlaubnis wird für eine bestimmte Domain ausgesprochen. Eine .de-Domain allein sagt nichts – die Domain in der Whitelist steht dort, weil der Inhaber für genau diese Domain eine Erlaubnis hat. Eine Erlaubnis auf einer Domain bedeutet nicht, dass der Inhaber auch auf einer anderen Domain Sport­wetten anbieten darf. Wer eine Webseite außerhalb der Whitelist sieht, sieht eine Webseite ohne Erlaubnis.

Die Erlaubnis läuft fünf Jahre, § 4c Abs. 1. Die Whitelist zeigt das Datum der Aus­stellung, nicht das Datum des Ablaufs. Wer den Ablauf prüfen will, muss die letzte Folge­erlaubnis prüfen.

Was eine Erlaubnis ergaben, was sie nicht ergaben

Eine Erlaubnis bedeutet, dass der Anbieter die Anforderungen des Glücksspiel­staats­vertrags erfüllt: Er hat ein Sicherungs­konzept, das die Spielsucht­bekämpfung, die Geldwäsche­prävention und die Integrität des Wett­wesens umfasst. Er ist an OASIS angeschlossen, an LUGAS, an die Aufsicht der GGL. Werbung unterliegt den Werbe­regeln des § 5.

Eine Erlaubnis bedeutet nicht, dass der Anbieter ein bestimmtes Produkt anbieten darf – eine Casino-Lizenz ist eine andere Lizenz, eine Poker-Lizenz eine andere. Eine Sport­wetten­erlaubnis erlaubt Wetten auf Sportereignisse, nicht auf Spiel­automaten und nicht auf Online-Poker.

Eine Erlaubnis bedeutet weiter, dass der Anbieter in Deutschland verklagt werden kann. Deutsche Gerichte sind zuständig, deutsches Recht gilt, die Aufsicht ist deutsch. Wer bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis spielt, hat keine deutsche Aufsicht.

Offshore – die andere Seite der Medaille

Anbieter mit einer Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta haben in Deutschland keine Erlaubnis. Sie werben trotzdem auf Deutsch, sie akzeptieren deutsche Spieler, sie zahlen deutsche Gewinne aus. Rechtlich ist das unerlaubtes Glücksspiel, § 4 Abs. 1 GlüStV.

Die GGL warnt vor solchen Angeboten. Am 17. September 2026 hat sie ausdrücklich vor „Platincasino“ gewarnt – ein Beispiel aus einer ganzen Reihe von Namen, die auf der schwarzen Liste stehen. Wer bei einem solchen Anbieter spielt, hat keine OASIS-Sperre, kein LUGAS-Limit, keine deutsche Aufsicht.

Die strafrechtliche Seite: Wer unerlaubtes Glücksspiel veranstaltet, macht sich nach § 284 StGB strafbar – bis zu zwei Jahren oder Geld­strafe. Wer dafür wirbt – bis zu einem Jahr. Wer teilnimmt: bis zu sechs Monate oder Geld­strafe, § 285 StGB. Verfolgungen einzelner Spieler sind nicht etabliert – weder eine Entwarnung noch eine Dramatisierung. Was bleibt, ist die zivil­rechtliche Seite: Deutsche Gerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rück­zahlung verlorener Einsätze verurteilt.

Sport­wetten­steuer – wer sie zahlt, wer sie zahlt

Die Sport­wetten­steuer ist in §§ 16 bis 25 RennwLottG geregelt. Sie beträgt 5,3 Prozent der Bemessungs­grundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, §§ 17 und 18. Wer 100 Euro setzt, zahlt davon 5,3 / 105,3 Euro – rund 5,03 Euro. Die Steuer wird vom Veranstalter der Wette geschuldet, nicht vom Spieler, § 19.

Was der Veranstalter mit der Steuer macht, ist seine Sache. Manche Anbieter ziehen die Steuer vom Einsatz ab – der Spieler wettet effektiv weniger. Manche Anbieter ziehen die Steuer vom Gewinn ab – der Spieler bekommt effektiv weniger ausgezahlt. Manche Anbieter schlucken die Steuer – der Spieler merkt nichts. Welche Variante gilt, steht in den AGB des Anbieters. Eine pauschale Aussage „der Spieler zahlt 5,3 Prozent“ ist falsch.

Eine Steuer, die ein Anbieter zahlt, ist kein Beweis für eine Lizenz. Auch unerlaubte Anbieter zahlen die Steuer. Die Lizenz steht in der Whitelist.

Werbung und Bonus – was erlaubt ist, was nicht

Werbung für Glücks­spiel ist nach § 5 Abs. 7 nur erlaubt, wenn der Anbieter eine Erlaubnis hat. Werbung im Fernsehen zwischen 6 und 21 Uhr ist nach § 5 Abs. 3 Satz 1 nur für Sport­wetten ohne Verbot erlaubt – Werbung für Spiel­automaten, Online-Poker und Online-Casino in dieser Zeit ist verboten. Für Sport­wetten gilt: Keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung in diesem Kanal, keine Werbung mit aktiven Sport­lern oder Funktionärenden, keine Affiliate-Vergütung pro Einsatz, Einzahlung oder Wette.

Der Glücksspiel­staats­vertrag hat keine Klausel, die einen Sport­wetten­bonus der Höhe nach begrenzt. Die Höhe, die Umsatz­bedingungen und die Mindest­quoten kommen aus den Bedingungen des Anbieters. Wer einen Bonus der Höhe nach vergleicht, vergleicht nicht die Werbe­versprechen, sondern die Bedingungen.

Was bei einer Wette erlaubt ist, was nicht

Eine Wette ist nach § 21 Abs. 1 eine Fix-Wette auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon, als Einzel- oder Kombi­wette. Live-Wetten sind nach § 21 Abs. 4 während eines laufenden Ereignisses nur auf das End­ergebnis oder auf die nächste Komponente erlaubt – nächstes Tor im Fußball ja, nächster Satz im Tennis ja, nächster Punkt im Tennis nein, nächster Korb im Basketball nein. Was die GGL als nächstes Tor zulässt, ist in der Praxis nicht immer eindeutig – die Liste der erlaubten Live-Märkte wird vom Anbieter gepflegt und von der GGL geprüft.

Verboten sind Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren, manipulations­anfällige Wetten und Wetten auf Regel­verstöße oder deren Sanktionierung. Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind nicht erlaubt. E-Sport: Die GGL teilt mit, dass Wetten auf E-Sport nicht möglich sind – E-Sport ist nicht als Sport anerkannt. Virtuelle Sportarten: nicht etabliert, keine Aussage zur Recht­mäßigkeit.

Was nach dem Wett­ereignis passiert: Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Es gibt keine statutarische Einsatz­obergrenze pro Wette im Sport­wetten­bereich.

Schutz­systeme – was die Länder ihren Spielern bieten

Teilnehmen darf nur, wer volljährig ist, § 4 Abs. 3. Pro Anbieter ein Konto mit vollständiger Verifizierung, § 6a. Vor der Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden lang spielen lassen, mit einem Einzahlungs­limit von 100 Euro und ohne Auszahlung.

Das Einzahlungs­limit liegt nach § 6c Abs. 1 bei 1.000 Euro pro Kalender­monat über alle Anbieter hinweg, durch­gesetzt über die Limit­datei LUGAS. Ein Anbieter darf für einen Spieler ein höheres Limit setzen, bis zu 10.000 Euro, bei nach­gewiesener wirtschaftlicher Leistungs­fähigkeit – eine Selbst­auskunft reicht nicht. Bis zu 30.000 Euro sind möglich, aber nur für höchstens 1 Prozent der aktiven Spieler. Eine Sen­tung des Limits gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 7 Tagen.

Parallel­spiel ist verboten, § 6h. Wer ein aktives Konto bei einem zweiten Anbieter hat, kann nicht auszahlen lassen. Die Aktivitäts­datei prüft das. OASIS ist das bundesweite Sperr­system, §§ 8 und 8a. Wer sich selbst sperren lässt, kann die Dauer bestimmen – mindestens 3 Monate, sonst mindestens 1 Jahr. Wer gesperrt ist, kann weder einzahlen noch spielen, auch nicht mit einer Freiwette. Der Panik­button sperrt das Konto für 24 Stunden, § 6i Abs. 3.

Spieler­gelder liegen auf einem insolvenz­geschützten Treuhand­konto. Bei Konto­schließung wird das Gut­haben innerhalb von fünf Werk­tagen ohne Gebühren ausgezahlt, § 6b Abs. 6 und 7. Zahlungen sind nur von einem Zahlungs­konto auf den eigenen Namen bei einem Geldwäsche­gesetz-pflichtigen Institut erlaubt, § 6b Abs. 4 – anonyme Zahlungs­mittel wie Krypto oder anonyme Prepaid-Karten sind aus­geschlossen.

Wer sich wehren will, wenn der Anbieter nicht zahlt

Wer bei einem lizenzierten Anbieter spielt und eine Auszahlung nicht bekommt, kann sich an die GGL wenden. Die Aufsichts­behörde prüft den Fall und kann Maßnahmen ergreifen. Wer bei einem unerlaubten Anbieter spielt und nicht ausgezahlt bekommt, hat keine deutsche Aufsicht. Der Weg führt über die maltesische oder curaçaoische Aufsicht, soweit vorhanden, oder über die deutschen Gerichte – die in mehreren Fällen gegen unerlaubte Anbieter entschieden haben.

Der Markt, die Anbieter und das, was die Zahlen sagen

Der deutsche Sport­wetten­markt ist ein Markt mit hoher regulatorischer Dichte. Die Erlaubnis ist begehrt, die Werbe­regeln sind streng, das Sicherungs­system ist eng. Wer in Deutschland wettet, zahlt dafür einen Preis: Das Einzahlungs­limit ist verbindlich, die Live-Märkte sind einge­schränkt, die Verifizierung ist aufwendig.

Wer das akzeptiert, bekommt im Gegenzug ein System, das den Spieler schützt – OASIS-Sperre, LUGAS-Limit, Treuhand­konto, insolvenz­geschütztes Gut­haben. Wer das nicht akzeptiert, geht zu einem Anbieter ohne Erlaubnis und gibt diesen Schutz auf.

Die Rechnung, die jeder für sich macht, hat zwei Seiten. Die Schutz­seite ist quantifizierbar – die Aufsicht, die Sperre, das Limit. Die Angebots­seite ist subjektiv – die Quote, die Auswahl, die Live-Märkte. Wer den Schutz will, wählt lizenziert. Wer den Schutz nicht will, wählt unerlaubt – und akzeptiert die Konsequenzen, die § 4 Abs. 1 GlüStV, § 284 StGB und § 285 StGB vorsehen.

Häufige Fragen zur Freiwette

Was bedeutet Freiwette bei Sportwetten?

Eine Freiwette ist ein Wett­guthaben, das ein Anbieter für eine Wette bereitstellt. Der Spieler setzt nicht eigenes Geld, sondern das Gut­haben des Anbieters. Gewinne aus der Wette sind nach den Bedingungen des Anbieters meist auszahlbar, der Einsatz der Freiwette wird im Gewinn aber nicht mit­ausgezahlt. Eine Mindest­quote, eine Frist und eine Beschränkung auf bestimmte Wett­arten sind üblich.

Wird der Einsatz einer Freiwette zusammen mit dem Gewinn ausgezahlt?

Nein. Der Einsatz der Freiwette wird im Gewinn nicht mit­ausgezahlt. Wer eine 25-Euro-Freiwette auf Quote 3,00 setzt und gewinnt, bekommt 50 Euro ausgezahlt, nicht 75. Das ist die Standard­mechanik für eine Freiwette – egal ob sie „Gratiswette“, „Freebet“ oder „Wett-Credits“ heißt. Die Bedingungen des Anbieters bestätigen es.

Woran ist erkennbar, ob eine Freiwette ohne Einzahlung an Bedingungen wie Mindestquote oder Frist geknüpft ist?

An den Promo-Bedingungen, die in der Aktion verlinkt sind. Die Bedingungen nennen die Mindest­quote, die Frist, die zugelassenen Wett­arten, die zugelassenen Märkte und die Auszahlungs­modalitäten. Eine Freiwette ohne Bedingungen gibt es im lizenzierten deutschen Markt nicht – jede Aktion hat eine Frist, jede hat eine Mindest­quote. Wer die Bedingungen nicht liest, läuft Gefahr, die Freebet zu verlieren, ohne es zu merken.

Wie lässt sich auf der GGL-Whitelist prüfen, ob ein Anbieter eine Freiwette rechtmäßig anbieten darf?

Auf der Webseite der Gemeinsamen Glücksspiel­behörde der Länder unter glücksspiel-behörde.de ist die Whitelist öffentlich. Sie listet jeden Inhaber einer Erlaubnis, die zugehörige Domain und das Datum der Aus­stellung. Wer einen Anbieter prüft, sucht die Domain und prüft, ob sie auf der Liste steht. Steht sie nicht, fehlt die Erlaubnis für genau diese Domain – egal ob der Anbieter eine Lizenz aus Malta oder Curaçao vorlegt.

Wie wirken sich Mindestquote und Umsatzbedingungen auf den Wert einer Freiwette aus?

Eine hohe Mindest­quote schränkt die Auswahl ein – nicht jeder Markt bietet die geforderte Quote. Wer unter der Mindest­quote spielt, verliert die Wette aus der Wertung – der Umsatz zählt nicht, die Bedingung ist nicht erfüllt. Umsatz­bedingungen kosten zusätzlich – wer siebenmal umsetzen muss, verliert einen Teil des Bonus an die Auszahlungs­quote des Marktes. Eine Freebet mit niedriger Mindest­quote und ohne Umsatz­bedingung ist fast immer mehr wert als ein Bonus mit hoher Mindest­quote und hoher Umsetzung.

Wie berechnet sich der Gewinn einer Freiwette bei einer Quote von 2,50, wenn der Einsatz nicht mitgezahlt wird?

Bei einer 25-Euro-Freiwette auf Quote 2,50 ergibt sich ein Brutto­gewinn von 25 mal (2,50 minus 1), also 37,50 Euro. Davon geht noch der Anbieter­anteil des Marktes ab – bei einer zwei­fachen Wette mit Quote 2,50 liegt die Auszahlungs­quote bei rund 82 Prozent, der Anbieter behält rund 18 Prozent. Der Netto­wert liegt damit bei rund 30,80 Euro. Wer verliert, zahlt nichts – der eigene Einsatz war null, der Bonus ist weg.

Inhalt erstellt vom Team «wettseitenhub.com»