French Open Wetten 2026: Wer anbot, wer gewann, was die Quoten kosteten

Updated Oktober 2026
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Stand: 19. Oktober 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026

Ein Sandplatz im frühen Morgenlicht, frisch gewalzt, mit weißen Linien und einem Netz im Hintergrund, keine Menschen.
Die French Open (Roland Garros) werden im Stade Roland Garros im 16. Arrondissement von Paris auf Sand (Terre battue) ausgetragen; Veranstalter ist der Weltverband ITF.

Die French Open 2026 sind gespielt. Wer das Herren­einzel gewann, wer auf Sandplatz die Favoriten schlug, was die Siegwette im Schnitt kostete — diese Seite trägt es zusammen, mit Blick auf den deutschen Markt und seine Regeln. Wer auf Roland Garros wetten will, kann zwischen zehn Anbietern mit deutscher Erlaubnis wählen. Welche Quoten sie auf den Turniersieger stellten, wie Satz- und Handicapmärkte funktionieren und was die GGL an Livewetten erlaubt, steht in den Abschnitten unten.

Wettmärkte bei den French Open: Sieger, Satz, Handicap

Wer auf Roland Garros setzt, hat es mit drei großen Marktformen zu tun, und jede rechnet anders.

Ein einzelner Tennisball liegt auf rotem Sand neben einer weißen Linie, geringe Schärfentiefe.
Die French Open 2026 fanden vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 in Paris auf Sand statt.

Siegwette

Die Siegwette ist die einfachste: Wer gewinnt das Match? Bei einem Grand-Slam-Turnier kommt die Tiebreak-Logik hinzu, weil Männer auf drei Gewinnsätze spielen und Frauen auf zwei. Bei 6:6 im Satz entscheidet der Tiebreak bis 7, im Entscheidungssatz der Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung. Auf diese Regel einigten sich alle vier Grand-Slam-Turniere im März 2022 — das hat für Wetten eine Folge: Eine Wette auf den Satz­sieger in einem umkämpften Satz ist unberechenbarer als auf Sand, wo lange Ballwechsel die Regel sind. Wer auf den Turniersieger setzt, sichert sich vor dem ersten Aufschlag eine Quote, die das Risiko über die Dauer des Turniers abbildet — fünf Siege bei den Herren, sechs bei den Damen. Eine Quote von 3,00 auf einen Außenseiter bedeutet: Einsatz zurück riskiert, je 10 € Einsatz 30 € zurück, davon 20 € Gewinn, sollte er durch­kommen.

Satzwetten

Satzwetten setzen auf den Ausgang eines einzelnen Satzes, nicht des Matches. „Satz 1 Spieler A“ oder „über 9,5 Spiele im ersten Satz“ sind typische Formulierungen. Das Problem: Die Wette ist an den Satz gekoppelt, nicht an den Match. Wer auf den Satz setzt, kann richtig liegen und trotzdem verlieren, wenn der Spieler das Match abgibt. Wer auf das Spielergebnis mit Handicap setzt, gleicht ein Ungleich­gewicht aus — Spieler A bekommt −1,5 Sätze, muss also zwei Sätze mehr holen als der Gegner. Solche Wetten lohnen sich, wenn der Favorit deutlich stärker ist und die Quote auf den geraden Sieg zu klein wird, um ins Risiko zu gehen.

Handicap und Over/Under

Beim asiatischen Handicap wird das Ungleichgewicht in Spielen statt Sätzen ausgeglichen. Statt −1,5 Sätze heißt es dann +3,5 Spiele im ersten Satz — verliert der Spieler den Satz 6:4, gewinnt er die Handicapwette, weil +3,5 die 4 übersteigt. Solche Wetten werden oft als zwei Hälften zurück­gegeben, wenn das Ergebnis genau auf der Linie landet. Die Over/Under-Märkte funktionieren ähnlich: Über oder unter 21,5 Spiele im Match, über oder unter 2,5 Sätze. Wer sie spielt, setzt auf Tempo oder Zähigkeit — auf Sand seltener Tiebreaks, also öfter lange Sätze.

Was die Quote wirklich kostet

Eine Quote ist nie „fair“. Der Buchmacher baut eine Marge in jede Seite ein, das ist der Preis fürs Geschäft. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit Quote 1,90 auf jede Seite lässt sich das nachrechnen. Die Auszahlungsquote ist 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ (1,053) ≈ 0,95. Anders gesagt: 95 % aller Einsätze gehen zurück an die Spieler, 5 % behält der Buchmacher. Bei einem Drei-Wege-Markt (Sieg A / Sieg B / Satz steht 1:1 etwa) ist die Marge höher, oft 6 bis 8 %, weil der Buchmacher drei Seiten richtig vorhersagen muss. Diese Marge ist der stille Abzug auf jede Wette — sie steht nirgendwo, aber sie ist überall.

French Open 2026: Turnier, Sieger, Preisgeld

Die French Open 2026 fanden vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 in Paris auf Sand statt. Das Stade Roland Garros im 16. Arrondissement, die Heimat des „Terre battue“, ist seit 1928 der Austragungsort — die ersten French Open wurden 1891 als „Championnat de France international de Tennis“ ausgetragen, damals noch auf Rasen. Heute spielen die Herren auf drei Gewinnsätze und die Damen auf zwei, mit Tiebreak bei 6:6 und Match-Tiebreak bis 10 im Entscheidungssatz, eine Regel, die alle vier Grand-Slam-Turniere im März 2022 einheitlich fassten.

Das Herreneinzel 2026 gewann Alexander Zverev im Finale gegen Flavio Cobolli. Bei den Damen siegte Mirra Andrejewa im Finale gegen die Qualifikantin Maja Chwalińska. Beide Finals standen am 7. Juni 2026. Über die Quoten vor diesen Finals lässt sich nur spekulieren — die Quoten der Buchmacher auf die Sieger sind nach dem Turnier verschwunden, und die Vergleichsbasis für künftige French Open ist eine andere.

Was bleibt, sind Zahlen, die für jedes Turnier gelten. Das Gesamtpreisgeld der French Open 2026 betrug 61.723.000 €, ein Anstieg um 9,35 % gegenüber 2025. Die Einzelsieger im Profitennis erhielten jeweils 2.800.000 €. Rekordsieger der Herren: Rafael Nadal mit 14 Titeln. Rekordsiegerin der Damen: Chris Evert mit 7 Titeln.

Spielplan, Märkte, Zeitfenster

Das Turnier beginnt mit der Qualifikation, in der Regel eine Woche vor dem Hauptfeld, und endet mit den Finals am zweiten Sonntag. Wer auf den Turniersieger setzt, schließt die Wette vor dem ersten Aufschlag ab und wird nach dem Finale ausbezahlt — wenn sein Spieler durchhingen hat. Wer auf einzelne Matches setzt, hat während des gesamten Hauptfelds ein Wettprogramm. Livewetten sind nur in den engen Grenzen erlaubt, die der nächste Abschnitt beschreibt.

Anbieter für French-Open-Wetten mit deutscher Erlaubnis

Die deutsche Rechtslage für Tenniswetten ist einfach: Wer in Deutschland Sportwetten auf Profiturniere anbietet, braucht eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Die GGL führt eine Whitelist, die einzige verbindliche Liste der in Deutschland erlaubten Anbieter. Für die French Open 2026 waren zehn Anbieter auf der Whitelist mit einer Sportwetten-Erlaubnis eingetragen — sie stehen unten, in der Reihenfolge der Whitelist, mit Lizenz­inhaber und Datum der ersten Erlaubnis. Alle Angaben beruhen auf dem Whitelist-Stand 2. Oktober 2026.

Anbieter Whitelist-Status (Sportwetten) Inhaber laut Whitelist Sport­wetten-Erlaubnis seit
Interwetten erlaubt Interwetten Gaming Limited 02.11.2020
ODDSET erlaubt ODDSET Sportwetten GmbH 18.11.2020
Sportingbet erlaubt Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
Tiptorro erlaubt Torro Tec Limited 30.06.2021
AdmiralBet erlaubt Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020
Winamax erlaubt WINAMAX (Société anonyme) 29.06.2021
bet-at-home erlaubt Bet-at-home.com Internet Limited 02.11.2020
DAZN Bet erlaubt DZBT Operations Limited 22.08.2023
888sport erlaubt 888 Germany Limited 30.06.2021
NEO.bet erlaubt Greenvest Betting Limited 09.10.2020

Was die Spalten zeigen: Die Inhaber sind teils deutsche GmbHs, teils maltesische Limiteds — eine maltesische Gesellschaft allein bedeutet nichts, entscheidend ist die Erlaubnis der GGL. Die Folge­erlaubnisse (meist Dezember 2022) verlängern die ursprüngliche Fünf-Jahres-Frist. Die Whitelist führt kein Enddatum, also lässt sich nicht sagen, wann die nächste Verlängerung ansteht — wer mit Wetten plant, prüft vor jeder Saison einmal die Liste. Drei der zehn Anbieter — AdmiralBet, Winamax und NEO.bet — werben mit zusätzlichen Funktionen wie einem Konfigurator, Live-Streams oder Tennis-Spezialwetten; die anderen sieben bieten das klassische Wettprogramm ohne hervor­gehobene Tennis-Extras. Welche Zusatzfunktionen verfügbar sind, hängt vom Angebot des jeweiligen Anbieters ab.

Interwetten

Interwetten steht mit der Interwetten Gaming Limited auf der Whitelist, Sitz Tigne‘ Point, Sliema, Malta, Erlaubnis seit dem 2. November 2020 und Folge­erlaubnis vom 27. Dezember 2022. Das Angebot deckt das vollständige Hauptfeld der French Open ab, mit Sieger-, Satz- und Handicapmärkten. Wer einen Anbieter sucht, der seit Beginn der Glücksspiel­regulierung 2021 auf der Whitelist steht und das Haupt­angebot Tennis ohne Extravaganzen führt, ist hier richtig. Wer einen Konfigurator oder Live-Streams erwartet, wird bei anderen Anbietern fündig.

ODDSET

ODDSET ist die deutsche Marke im Feld. Inhaber ist die ODDSET Sportwetten GmbH, Erlaubnis erteilt vom Regierungs­präsidium Darmstadt mit Bescheid vom 15.12.2022, Aufsichts­behörde die GGL in Halle. Die Erlaubnis deckt sowohl den stationären Vertrieb als auch das Internet. Die Marke steht für die deutsche Oddset-Wettannahme in Annahmestellen — wer aus dieser Welt kommt, erkennt die Quotenstruktur wieder. Die Tennismärkte decken das Grand-Slam-Hauptfeld ab, mit dem Schwerpunkt auf Sieger- und Satzwetten.

Sportingbet

Sportingbet ist mit Sportingbet (Deutschland) Limited auf der Whitelist, Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 mit Folge­erlaubnis vom 21. Dezember 2022. Das Angebot hebt sich durch den Konfigurator+ ab, mit dem sich eigene Märkte aus Spieloptionen zusammen­setzen lassen — wer etwa „Sieg Spieler A und über 21,5 Spiele“ als eine Wette bauen will, bekommt hier das Werkzeug. Livewetten gehören zum Standard. Wer Individualisierung schätzt, ist hier richtig. Wer mit den Standardmärkten auskommt, findet sie bei jedem anderen Anbieter auch.

Tiptorro

Tiptorro ist die deutsche Marke hinter Tiptorro.de. Inhaber ist die Torro Tec Limited mit Sitz in Malta, Erlaubnis seit dem 30. Juni 2021, Folge­erlaubnis vom 27. Dezember 2022. Die App wird von Apple im App Store unter der Torro Tec Limited geführt. Die Marke positioniert sich als Anbieter für Sportwetten unter Aufsicht der GGL — die Lizenz wird im Marketing ausdrücklich erwähnt. Tennis ist eines der Haupt­angebote, mit Märkten auf alle Runden der French Open.

AdmiralBet

AdmiralBet wird von der Greentube Betting Malta Limited betrieben, Whitelist-Eintrag seit dem 9. Oktober 2020 mit Folge­erlaubnissen vom 13. Dezember 2022 und 29. Juli 2024. Das ist eine der drei Folge­erlaubnisse in diesem Feld — wer Wert auf eine kürzlich verlängerte Erlaubnis legt, findet sie hier. AdmiralBet trennt das Wett­angebot (Admiralbet.de) vom Slot-Angebot (slots.admiralbet.de), eine übliche Aufteilung, die im Whitelist-Eintrag als getrennte Erlaubnisse auftaucht. Für French-Open-Wetten zählt nur die Sportwetten-Erlaubnis.

Winamax

Winamax ist mit WINAMAX (Société anonyme) auf der Whitelist, Erlaubnis seit dem 29. Juni 2021 und Folge­erlaubnis vom 8. Dezember 2022. Winamax bewirbt im Footer „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“. Die Aussage stützt sich auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball zwischen dem 1. April 2025 und dem 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 % der unter­suchten Quoten auf Platz eins lag. Wer Tennis-Quoten vergleicht, wird diese Studie in jedem Winamax-Werbeblock wiederfinden — sie ist der wichtigste Marketing-Beleg, den der Anbieter führt. Zusätzlich gibt es Winamax TV mit Live-Streams von allen vier Grand-Slam-Turnieren, allen ATP- und WTA-Turnieren und einer Reihe europäischer Fußball-Ligen. Wer auf Roland Garros live mit Quotierung setzen will, bekommt hier beides auf einer Seite.

bet-at-home

bet-at-home steht mit der Bet-at-home.com Internet Limited auf der Whitelist, Erlaubnis seit dem 2. November 2020 und Folge­erlaubnis vom 22. Dezember 2022. Der Anbieter führt zusätzlich eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28. Dezember 2022 — auch das erscheint im Whitelist-Eintrag. Für Tenniswetten relevant ist allein die Sportwetten-Erlaubnis. Das Wett­angebot deckt das Grand-Slam-Hauptfeld ab, mit Schwerpunkt auf Sieger- und Handicap­wetten.

DAZN Bet

DAZN Bet ist die Wettmarke des Sport­streaming-Anbieters DAZN. Die DZBT Operations Limited mit Sitz in Zebbug, Malta, ist Inhaber, die GGL-Erlaubnis für DAZN Bet besteht seit dem 22. August 2023. Das ist die jüngste Erst­erlaubnis im Feld — wer einen Anbieter mit DAZN-Marken­kraft sucht, findet hier eine etablierte Streaming-Plattform mit angeschlossenem Wett­angebot. Das Sportwetten-Programm folgt dem Streaming-Angebot, Grand-Slam-Tennis ist gesetzt.

888sport

888sport steht mit 888 Germany Limited auf der Whitelist, Erlaubnis seit dem 30. Juni 2021 und Folge­erlaubnis vom 15. Dezember 2022. Die Holding ist die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar, an der Londoner Börse notiert seit September 2005. Das ist die längste Börsen­geschichte unter den zehn Anbietern — wer auf die Bonität einer börsen­notierten Holding setzt, hat hier den längsten Track Record. Das Wettprogramm umfasst die Standardmärkte ohne hervorgehobene Tennis-Extras.

NEO.bet

NEO.bet wird von der Greenvest Betting Limited betrieben, Whitelist-Eintrag seit dem 9. Oktober 2020 mit Folge­erlaubnis vom 22. Dezember 2022. NEO.bet positioniert sich als Anbieter für Sportwetten unter Aufsicht der GGL. Das Tennis-Angebot deckt die Grand-Slam-Turniere ab. Wer einen Mainstream-Anbieter ohne Tennis-Spezialfunktionen sucht, ist hier richtig. Wer Konfigurator, Live-Streams oder besondere Tennis-Aktionen erwartet, wird bei Sportingbet, Winamax oder DAZN Bet fündig.

Was die Tabelle nicht zeigt

Die Tabelle führt Lizenz­status, Inhaber und Erlaubnis­datum. Sie führt nicht: Live-Stream-Angebote, Konfigurator, Wettsteuer­praxis oder Quotenhöhe. Diese betrieblichen Details sind nicht Gegenstand der Whitelist. Wer vor der Wette wissen will, ob ein Anbieter die Sportwetten­steuer auf den Einsatz schlägt oder aus der Quote nimmt, liest die AGB. Wer Tennis live streamen will, prüft das Angebot im Kunden­konto. Wer eine kombinierte Wette aus mehreren Märkten bauen will, prüft die Funktionen des Anbieters, wie etwa den Konfigurator bei Sportingbet.

Rechtslage: Wer in Deutschland auf Roland Garros wetten darf

Die Rechtslage für Tenniswetten auf Profiturniere ist unkompliziert, weil das Gesetz die Voraussetzungen klar benennt. Wer anbietet, braucht eine Erlaubnis. Wer spielt, spielt nur bei Anbietern mit dieser Erlaubnis.

Eine Messingwaage steht auf einem Holzschreibtisch neben einer Kaffeetasse, im Hintergrund ein helles Fenster.
Die GGL warnte am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten.

Die GGL und die Whitelist

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale) ist die Aufsichts­behörde für Sportwetten im Internet. Sie erteilt die bundesweite Genehmigung nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 und § 27f Abs. 1 des Glücksspiel­staatsvertrags (GlüStV 2021), der seit dem 1. Juli 2021 in Kraft ist, und beaufsichtigt die Inhaber. Die offizielle Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist die einzige verbindliche Liste der in Deutschland erlaubten Anbieter. Sie hatte zum Stand 2. Oktober 2026 30 Einträge — 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten) und drei Inhaber nur für Pferdewetten. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain, aber eine .de-Domain allein beweist keine Erlaubnis — entscheidend ist der Eintrag auf der Whitelist.

Was eine Erlaubnis bedeutet

Eine erste Erlaubnis läuft fünf Jahre (§ 4c Abs. 1 GlüStV). Die Whitelist zeigt nur das Ausstellungs­datum, kein Enddatum. Eine Folge­erlaubnis ersetzt die erste, wenn der Anbieter die Voraussetzungen weiterhin erfüllt. Eine Erlaubnis deckt nur das, wofür sie erteilt wurde: Eine Sportwetten-Erlaubnis deckt keine Casino-Spiele, keine Poker-Angebote, keine Slot-Spiele. Wer bei einem Anbieter mit Sportwetten-Erlaubnis spielt, aber am Casino-Tisch sitzt, spielt dort, wofür der Anbieter eine andere Erlaubnis braucht — oder eben keine hat.

Was darf gewettet werden

Erlaubt sind fest­verzinste Wetten auf den Ausgang eines Ereignisses, eines Abschnitts oder eines Vorfalls darin, einzeln oder kombiniert (§ 21 Abs. 1 GlüStV). Die zugelassenen Wetttypen stehen im „Sportwett­programm“ (§ 21 Abs. 5). Livewetten (§ 21 Abs. 4) sind während eines laufenden Spiels nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente erlaubt, und nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. „Nächstes Tor“ im Fußball ist erlaubt. „Nächster Satz“ im Tennis ist erlaubt. „Nächster Punkt“ im Tennis ist nicht erlaubt — der Punkt fällt zu schnell, das wäre Glücksspiel. „Nächster Korb“ im Basketball ist nicht erlaubt — selbe Logik. Verboten sind Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren (GGL-Praxis: Fußball unterhalb der 3. Liga zählt als amateur), manipulations­anfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung. E-Sport-Wetten sind in Deutschland nicht erlaubt, weil E-Sport von der GGL nicht als Sport anerkannt wird. Virtuelle Sport­wetten sind nicht etabliert.

Spieler­schutz: Einzahlungs­limit, OASIS, LUGAS

Die Teilnahme ist ab 18 Jahren erlaubt (§ 4 Abs. 3). Pro Anbieter gibt es ein Konto mit vollständiger Verifizierung (§ 6a). Vor der Verifizierung darf ein Anbieter maximal 72 Stunden lang mit einem Einzahlungs­limit von 100 € spielen lassen, ohne Auszahlungen. Das monatliche Einzahlungs­limit (§ 6c Abs. 1) liegt standard­mäßig bei 1.000 € pro Spieler, summiert über alle Anbieter. Es wird über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt, eine Datenbank, die alle Einzahlungen bei allen Anbieter erfasst. Ein Anbieter darf für einen einzelnen Spieler ein höheres Limit festlegen, bis 10.000 €, oder bis 30.000 € für höchstens ein Prozent seiner aktiven Spieler — aber nur mit nachweis­barem wirtschaftlichen Vermögen. Eine Senkung des Limits gilt sofort, eine Erhöhung nach sieben Tagen. Parallel­spiel ist verboten (§ 6h): Wer gleichzeitig bei mehreren Anbietern spielt, verstößt gegen die Aktivitätsdatei.

OASIS ist die Sperrdatei (§§ 8, 8a). Sie wird bei Registrierung und Anmeldung abgefragt. Eine Selbst­sperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panik­button (§ 6i Abs. 3) löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Offshore-Anbieter sind an OASIS und LUGAS nicht angeschlossen — wer dort spielt, hat diese Schutz­mechanismen nicht.

Zahlungen und Auszahlungen

Einzahlungen sind nur von einem Zahlungs­konto auf den Namen des Spielers möglich, bei einem Institut nach dem Geldwäsche­gesetz (§ 6b Abs. 4). Anonyme Zahlungs­mittel sind verboten — Krypto und anonyme Prepaid-Karten kommen für lizenzierte deutsche Anbieter nicht in Frage. Welche Zahlungs­marken ein Anbieter akzeptiert, steht in dessen AGB; es ist nicht statutarisch geregelt. Spielergelder liegen auf einem insolvenz­geschützten Treuhand­konto; bei Konto­schließung wird der Saldo innerhalb von fünf Werk­tagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7).

Sportwettensteuer

Die Sportwettensteuer ist in §§ 16-25 des Rennwett- und Lotterie­gesetzes (RennwLottG) geregelt: 5,3 % auf der Basis „Einsatz minus die Steuer selbst“ (§§ 17, 18). Wer 100 € einzahlt, zahlt etwa 5,03 € Steuer; die Basis ist 100 / 1,053 ≈ 94,97 €. Die Steuer wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spieler (§ 19). Ob und wie der Anbieter die Steuer an den Spieler weitergibt, ist seine Entscheidung — manche schlagen sie auf den Einsatz auf, manche ziehen sie aus der Quote. Wer die Quoten verschiedener Anbieter vergleicht, prüft die AGB, ob die Steuer im Brutto- oder im Netto­einsatz steckt.

Die Steuer gilt auch für nicht lizenzierte Anbieter. Eine gezahlte Steuer ist kein Beweis für eine Lizenz. Gewinne privater Spieler sind auf erster Ebene nicht abschließend geregelt — die Steuerrechts­beratung klärt den Einzelfall.

Werbung und Bonus

Werbung für Glücksspiel ist nur Inhabern einer Erlaubnis erlaubt (§ 5 Abs. 7). Die Sendezeit­beschränkung 06:00-21:00 (§ 5 Abs. 3 Satz 1) gilt für Werbung für Spielautomaten, Online-Poker und Online-Casinospiele — nicht für Sportwetten. Für Sportwetten gilt: Keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung im selben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6). Der GlüStV enthält keine Klausel, die Sportwetten-Boni betraglich oder prozentual deckelt — Bonushöhe, Umsatz und Mindestquote kommen allein aus den AGB des Anbieters.

Offshore und die Folgen

Sportwetten an Personen in Deutschland ohne deutsche Erlaubnis sind unerlaubtes Glücksspiel (§ 4 Abs. 1 GlüStV). Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Bedeutung. Die GGL warnt vor illegalen Angeboten — am 17. September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an Angeboten „wie etwa Platincasino“. Strafrechtlich droht dem Veranstalter nach § 284 StGB bis zu zwei Jahren Haft oder Geldstrafe, dem Werbenden bis zu einem Jahr, dem Spieler nach § 285 StGB bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Verfolgungen einzelner Spieler sind nicht etabliert — weder eine Entwarnung noch eine Dramatisierung.

Zivil­gerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rück­zahlung verlorener Einsätze verurteilt. Der Bundes­gerichts­hof hat dem Europäischen Gerichts­hof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungs­freiheit einer Nichtigkeit von Sportwetten­verträgen entgegensteht; der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus den Jahren 2013 bis 2018 zurück. Der General­anwalt am EuGH, Nicholas Emiliou, hielt es in seinen Schluss­anträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung zu verpflichten, mit Ausnahme einer zugesicherten Aussetzung der Lizenz­pflicht. Keine Rückzahlung ist damit garantiert.

Ehrliche Einordnung: Offshore = keine Erlaubnis, kein OASIS, kein LUGAS, kein deutscher Rechtsweg, dafür oft höhere Limits. Whitelisted = Rechts­sicherheit und Spieler­schutz, mit dem 1.000-€-Standard­limit, eingeschränkten Live­märkten, vollständiger Verifizierung und Zahlungen auf den eigenen Namen.

Verantwortungs­volles Wetten auf die French Open

Verantwortungs­volles Wetten heißt, sich an drei Regeln zu halten: ein festes Budget, ein monatliches Limit über alle Anbieter und die Möglichkeit, das Konto sofort zu sperren. Die deutsche Regulierung gibt diese drei Regeln vor — wer sie annimmt, schützt sich selbst vor dem, was Wettanbieter nicht abfedern.

Das monatliche Limit

Das Standard­limit liegt bei 1.000 € pro Spieler, summiert über alle Anbieter mit deutscher Erlaubnis. Wer das Limit erhöhen will, muss nachweis­bares wirtschaftliches Vermögen belegen — eine Selbst­auskunft reicht nicht. Die Erhöhung gilt nach sieben Tagen. Eine Senkung gilt sofort. Das Limit wird über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt: Jede Einzahlung zählt, jeder Anbieter sieht den aktuellen Stand, eine Einzahlung über dem Rest­limit wird abgelehnt. Wer zwischen mehreren Anbietern parallel spielt, verstößt gegen die Aktivitätsdatei — das Parallel­spiel ist verboten, nicht das Spiel bei mehreren Anbietern nacheinander.

OASIS und Selbst­sperre

OASIS ist die Sperrdatei, die bei jeder Registrierung und jeder Anmeldung abgefragt wird. Eine Selbst­sperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Wer sich selbst sperrt, kann nicht parallel bei anderen Anbietern spielen — OASIS läuft zentral. Wer eine Selbst­sperre aufheben will, muss die Sperrfrist abwarten. Der Panik­button löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus, ohne Begründung, ohne Wartezeit.

Anzeichen für problematisches Spiel

Die Anzeichen stehen nicht im GlüStV, aber die GGL und die Bundes­zentrale für gesundheitliche Aufklärung listen sie: Wetten, die das eigene Einkommen übersteigen, das Jagen von Verlusten mit höheren Einsätzen, das Verschweigen von Wetten gegenüber Familie oder Partner, das Gefühl, ohne Wetten nicht mehr entspannen zu können. Wer eines dieser Anzeichen bei sich erkennt, sollte das Konto sperren — eine Selbst­sperre ist kein Eingeständnis, sondern eine Vorsichts­maßnahme. Beratung bieten die Sucht­beratungs­stellen der Länder und die Bundes­zentrale.

Häufige Fragen zu French-Open-Wetten

Wer gewann die French Open 2026 im Herren- und im Damen­einzel?

Das Herren­einzel der French Open 2026 gewann Alexander Zverev im Finale gegen Flavio Cobolli. Das Damen­einzel gewann Mirra Andrejewa im Finale gegen die Qualifikantin Maja Chwalińska. Beide Finals standen am 7. Juni 2026. Das Turnier lief vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 in Paris auf Sand.

Wie unterscheiden sich Siegwetten, Satzwetten und Handicap­wetten bei Tennis­turnieren?

Eine Sieg­wette setzt auf den Sieger des Matches, die Satzwette auf den Sieger eines einzelnen Satzes, die Handicap­wette gleicht das Stärke­verhältnis aus — Spieler A bekommt −1,5 Sätze oder +3,5 Spiele im Satz. Satzwetten werden unabhängig vom Match-Ergebnis ausgewertet, Handicap­wetten können bei asiatischem Handicap als zwei Hälften zurück­gegeben werden, wenn das Ergebnis genau auf der Linie landet.

Welche Live­wetten sind während eines Tennis­matches in Deutschland erlaubt?

Erlaubt sind Live­wetten auf das Endergebnis des Matches und auf den nächsten Satz. Nicht erlaubt sind Live­wetten auf den nächsten Punkt oder den nächsten Spielstand innerhalb eines Satzes — der Punkt fällt zu schnell, das wäre Glücksspiel. Wer auf den nächsten Satz setzt, setzt auf eine Komponente, die selten genug eintritt, um den Wett­charakter zu wahren.

Wie berechnet sich die Auszahlung einer Sieg­wette aus Einsatz und Quote, und wie wirkt die Sport­wettensteuer?

Die Auszahlung ist Einsatz × Quote. Bei 10 € Einsatz und Quote 3,00 kommen 30 € zurück, davon 20 € Gewinn. Die Sport­wetten­steuer von 5,3 % wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spieler — ob der Anbieter sie auf den Einsatz schlägt oder aus der Quote nimmt, steht in seinen AGB. Eine gezahlte Steuer ist kein Beweis für eine Lizenz.

Woran ist auf der GGL-Whitelist zu erkennen, ob ein Anbieter für Tennis eine deutsche Erlaubnis hat?

Die Whitelist unter glücksspiel-behörde.de listet jeden Inhaber mit Domain, Erlaubnis­typ und Datum. Eine Sport­wetten-Erlaubnis steht als „Sportwetten“ mit dem Datum der ersten Erlaubnis und eventueller Folge­erlaubnisse. Eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele oder Online-Poker deckt keine Sport­wetten — wer auf Tennis wetten will, prüft die Sport­wetten-Erlaubnis.

Was geschieht mit einer Wette, wenn ein Spieler aufgibt oder ein Match abgebrochen wird?

Bei Aufgabe oder Abbruch während eines Satzes wird die Wette in der Regel gegenstandslos, und der Einsatz wird zurück­erstattet. Während eines laufenden Matches entscheidet der Anbieter nach seinen AGB, oft gestützt auf die Regeln der ITF. Die Auszahlung folgt der offiziellen Wertung des Veranstalters, sobald diese feststeht — eine Wette auf den Match-Sieger steht und fällt mit dem offiziellen Ergebnis.

Inhalt erstellt vom Team «wettseitenhub.com»