Afrika-Cup Wetten: Anbieter, Quoten und Rechtslage im Überblick
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Der Afrika-Cup 2026 ist kein Turnier – das Jahr im Suchbegriff steht für die Ausgabe 2025, die am 18. Januar 2026 in Marokko zu Ende ging, und für die Ausgabe 2027, die für Juni und Juli 2027 in Ostafrika geplant ist. Wer in Deutschland auf eines dieser Turniere wetten will, braucht einen Anbieter, der auf der amtlichen Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) geführt wird. Die Auswahl solcher Anbieter, ihre Erlaubnis, ihre Quoten und die Frage, was eine Wette nach Steuern wirklich einbringt, stehen im Mittelpunkt dieses Vergleichs.

Stand der Daten: 19. Oktober 2026; geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder.
Turnier, Wettarten und wie eine Quote entsteht
Was der Afrika-Cup 2025 und 2027 sind
Der Afrika-Cup wird von der CAF, dem afrikanischen Fußballverband, seit 1957 organisiert. Rekordsieger ist Ägypten mit sieben Titeln, Rekordtorschütze Samuel Eto’o mit 18 Toren. Seit der Ausgabe 2019 nehmen 24 Mannschaften teil; bis 2027 soll das Turnier noch alle zwei Jahre stattfinden, danach nur noch alle vier Jahre. Der Afrika-Cup 2025 lief vom 21. Dezember 2025 bis zum 18. Januar 2026 in Marokko, nachdem er wegen Terminkonflikten mit der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft vom Sommer 2025 auf den Jahreswechsel verschoben worden war. Gespielt wurde in sechs Vierergruppen; die Gruppenersten und -zweiten sowie die vier besten Gruppendritten kamen weiter, danach folgte ein K.-o.-System mit Verlängerung und Elfmeterschießen bei Gleichstand. Im Finale gewann Senegal am 18. Januar 2026 gegen Gastgeber Marokko 1:0 nach Verlängerung. Zwei Monate später wertete die CAF das Spiel mit 3:0 für Marokko, weil Senegals Mannschaft nach einem umstrittenen Elfmeterpfiff den Platz verlassen hatte; der senegalesische Verband kündigte Berufung beim CAS an. Torschützenkönig wurde Brahim Díaz mit fünf Toren. Der Afrika-Cup 2027 soll vom 19. Juni bis zum 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda stattfinden, 54 Mannschaften haben sich zur Qualifikation gemeldet. Es gibt keinen Afrika-Cup 2026 als eigenes Turnier; das Jahr im Suchbegriff ist das Veröffentlichungsjahr dieses Vergleichs.

Wettarten: vom Sieger bis zum Torschützen
Ein Turnier mit Gruppenphase und K.-o.-System öffnet mehrere Märkte gleichzeitig. Wer auf den Turniersieger setzt, wettet auf das gesamte Turnier und nicht auf ein einzelnes Spiel; die Quote schwankt mit dem Verlauf der Gruppenphase und mit Verletzungen, und sie fällt meistens, je weiter eine Mannschaft kommt. Wer auf den Torschützenkönig setzt, muss den Spielplan, die Gruppenstärke und die wahrscheinliche Turnierdauer der Mannschaft mitbedenken – fünf Tore wie Brahim Díaz 2025 sind eher die Obergrenze als die Regel. Hinzu kommen Wetten auf den Einzug in das Halbfinale oder das Finale, auf Gruppensieger und auf den Gruppenausgang jedes Einzelspiels (1X2, also Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg), ergänzt um Über/Unter-Wetten auf die Toranzahl und Handicap-Linien, falls der Anbieter sie anbietet. Bei K.-o.-Spielen zählt nach der Praxis der meisten Anbieter das Ergebnis nach Verlängerung und Elfmeterschießen, sofern der Wettmarkt nicht ausdrücklich auf „90 Minuten“ oder „nur reguläre Spielzeit“ beschränkt ist. Wer auf den Turniersieger wettet, akzeptiert damit den vollen K.-o.-Pfad inklusive Elfmeterschießen.
Wie die Marge des Buchmachers in jeder Quote steckt
Jede Wettquote enthält einen Aufschlag, die Marge des Anbieters. Bei einer 1X2-Wette mit den Quoten 2,10 / 3,40 / 3,60 ergibt sich die Auszahlungsquote als Kehrwert der Summe der reziproken Quoten, also 1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60). Die Summe der reziproken Quoten liegt bei rund 1,089, die Auszahlungsquote entsprechend bei etwa 0,918 oder 91,8 %. Die Marge ist 100 % minus Auszahlungsquote, also rund 8,2 %. Anders gesagt: Von jedem Euro, der auf diesen Markt gesetzt wird, behält der Buchmacher im Schnitt etwa 8 Cent; der Rest wird als Gewinn wieder ausgeschüttet. Die Marge ist ein Durchschnitt über viele Wetten, kein Versprechen für eine einzelne Wette – wer richtig liegt, gewinnt zum ausgewiesenen Kurs, wer falsch liegt, verliert den Einsatz vollständig. Anbieter mit engeren Margen geben mehr vom Markt an die Spielenden zurück, aber nur im statistischen Mittel über sehr viele Wetten.
Was eine Wette unter der Sportwettensteuer real einbringt
Die deutsche Sportwettensteuer beträgt 5,3 % des Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Die Steuer schuldet der Veranstalter, nicht der Spielende. Ob und wie der Anbieter sie weitergibt, ist seine Entscheidung – manche Anbieter ziehen sie von der Quote ab, andere vom Gewinn, manche tragen sie selbst. Wer eine Wette zu Quote 2,10 mit 100 € Einsatz platziert, erhält im Gewinnfall 210 € brutto; bei einer Weitergabe der Steuer über die Quote schrumpft der Bruttogewinn entsprechend, bei einer Weitergabe über den Auszahlungsbetrag bleibt die Quote stehen und der Auszahlungsbetrag fällt. Welcher Weg bei welchem Anbieter gilt, steht in dessen Geschäftsbedingungen. Wer auf das eigene Netto schaut, muss immer den konkreten Mechanismus prüfen, nicht die 5,3 % pauschal vom Einsatz abziehen.
Die Auswahl der Anbieter mit deutscher Erlaubnis
Die zehn Wettanbieter im Überblick
Alle zehn Anbieter führen eine Sportwetten-Erlaubnis nach § 9 Abs. 8 GlüStV und sind auf der Whitelist der GGL verzeichnet. Die Erlaubnis wird in der Liste mit Datum der erstmaligen Erteilung und mit Folgeerlaubnissen geführt; ein Enddatum trägt die Whitelist nicht. Die folgende Tabelle ordnet die Anbieter nach Erlaubnisbeginn.
| Anbieter | Whitelist-Status | Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|---|
| AdmiralBet | Erlaubt (GGL-Whitelist) | Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020 |
| Sportingbet | Erlaubt (GGL-Whitelist) | Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| bet365 | Erlaubt (GGL-Whitelist) | Hillside (Europe) ENC, Ta’Xbiex (Malta) | 09.10.2020 |
| Interwetten | Erlaubt (GGL-Whitelist) | Interwetten Gaming Limited, Sliema (Malta) | 02.11.2020 |
| ODDSET | Erlaubt (GGL-Whitelist) | ODDSET Sportwetten GmbH | 18.11.2020 |
| Betway | Erlaubt (GGL-Whitelist) | Betway Limited | 09.03.2021 |
| Tiptorro | Erlaubt (GGL-Whitelist) | Torro Tec Limited, Malta | 30.06.2021 |
| 888sport | Erlaubt (GGL-Whitelist) | 888 Germany Limited | 30.06.2021 |
| DAZN Bet | Erlaubt (GGL-Whitelist) | DZBT Operations Limited, Zebbug (Malta) | 22.08.2023 |
| VBet | Erlaubt (GGL-Whitelist) | SCGO Limited, St. Julian’s (Malta) | 05.12.2023 |
Die ältesten Erlaubnisse auf der Liste stammen vom 9. Oktober 2020, dem Tag, an dem der neue Glücksspielstaatsvertrag 2021 in Kraft trat; die jüngste im Feld dieser zehn Anbieter ist die von VBet aus dem Dezember 2023. Dass die Erlaubnisinhaber überwiegend maltesische Gesellschaften sind, hat rechtliche Gründe – Malta ist der EU-Standort, an dem die großen Sportwettenkonzerne ihre operative Gesellschaft ansiedeln –, aber für die deutsche Erlaubnis zählt allein der Eintrag auf der GGL-Whitelist. Eine maltesische Lizenz ohne deutschen Eintrag wäre in Deutschland nicht erlaubt; eine deutsche Erlaubnis ohne maltesischen Sitz wäre umgekehrt denkbar, ist im Feld aber selten.
Was der Eintrag auf der Whitelist bedeutet und was nicht
Der Eintrag auf der Whitelist prüft die Sportwetten-Erlaubnis für genau die Domain, die dort genannt ist. Eine .de-Domain allein beweist noch keine Erlaubnis, und eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele, Online-Casinospiele oder Poker sagt nichts über die Sportwetten-Erlaubnis aus. Wer vor dem Spielen prüft, ob sein Anbieter erlaubt ist, sucht auf der Whitelist gezielt nach dem Eintrag „Sportwetten“ und vergleicht die Domain mit der, die in der Adresszeile des Browsers steht. Wer auf einer Domain spielt, die nicht in der Whitelist steht, bewegt sich außerhalb der deutschen Erlaubnis – auch wenn der Markenname vertraut klingt. Die Whitelist hilft auch, verschiedene Marken desselben Konzerns auseinanderzuhalten: Hinter der Marke steht nicht immer dieselbe Domain.
Welche Märkte und Live-Funktionen die Anbieter zeigen
Welcher Anbieter welche Afrika-Cup-Märkte anbietet, lässt sich ohne tagesaktuelle Prüfung des Wettprogramms nicht abschließend sagen. Die folgende Übersicht greift nur das auf, was die Anbieter über ihre eigenen Kanäle darstellen und was jenseits des Afrika-Cups als fester Bestandteil ihres Angebots beschrieben wird. Wer auf ein bestimmtes Spiel wetten will, prüft die Verfügbarkeit im Wettschein des Anbieters, weil das Programm je nach Spielphase und Spielpaarung wechselt.
- Betway stellt im Wettkonto einen Cash-Out unter „Meine Wetten“ bereit; das grüne Symbol zeigt an, dass die Wette auszahlbar ist, und der Betrag kann ganz oder teilweise mitgenommen werden. Daneben gibt es einen Wettkonfigurator, der Auswahlen aus verschiedenen Fußballspielen zu einer Wette kombiniert.
- Sportingbet wirbt mit einem „Konfigurator+“ und mit Live-Wetten; das Sportangebot umfasst Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker.
- AdmiralBet und VBet erscheinen in der Whitelist mit einer Sportwetten-Erlaubnis und damit mit dem grundsätzlichen Zugang zum Sportwettprogramm; wer Details zur Afrika-Cup-Markttiefe sucht, prüft das aktuelle Wettprogramm im Wettschein.
- 888sport, DAZN Bet, Interwetten, Tiptorro und ODDSET führen in der Whitelist eine Sportwetten-Erlaubnis; das spezifische Angebot für Afrika-Cup-Spiele lässt sich direkt im Wettprogramm des Anbieters prüfen.
Welche Live-Märkte nach dem Glücksspielstaatsvertrag zulässig sind
Während eines laufenden Spiels sind Live-Wetten in Deutschland nur auf den Endausgang sowie auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente in Sportarten erlaubt, in denen solche Ereignisse selten sind. „Nächstes Tor“ im Fußball ist zulässig, „nächster Satz“ im Tennis ebenso; „nächster Punkt“ im Tennis oder „nächster Korb“ im Basketball ist es nicht. Was nicht erlaubt ist, darf auch ein lizenzierter Anbieter nicht ins Programm nehmen. Wer auf Afrika-Cup-Spiele live wetten will, sieht also nicht den vollen Pre-Match-Markt in Echtzeit, sondern eine eingeschränkte Auswahl. Die Einschränkung kostet Spielfluss, schützt aber davor, dass auf jede Spielsituation binnen Sekunden eine Wette gesetzt werden kann.
Was die Erlaubnis dem Spielenden tatsächlich bringt
Eine Erlaubnis auf der GGL-Whitelist bringt OASIS und LUGAS, das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Monat als Standard, die Pflicht zur vollen Verifizierung mit nur einem Konto pro Anbieter und die Auszahlung von Gewinnen nach dem offiziellen Spielende. Die Erlaubnis bedeutet nicht, dass jedes Angebot fair ist: Boni können eigene Umsatzbedingungen mitbringen, Quoten können je nach Markt enger oder weiter sein, und die Sportwettensteuer kann vom Anbieter getragen oder an die Spielenden weitergegeben werden. Wer auf Afrika-Cup-Spiele wettet, vergleicht am Ende weniger die Lizenz als die konkreten Bedingungen – und die Lizenz entscheidet, ob diese Bedingungen überhaupt vor einem deutschen Gericht standhalten.
Anbieter im Vergleich
VBet – jung auf der Whitelist, mit afrikanischem Markenhintergrund
VBet gehört mit der Erlaubnis vom 5. Dezember 2023 zu den jüngeren Einträgen auf der Whitelist. Veranstalterin ist die SCGO Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta. Die Marke VBet ist im osteuropäischen und afrikanischen Markt verankert; für deutsche Spielende bedeutet das einen Anbieter, dessen Fußballprogramm den afrikanischen Wettbewerbskalender kennt, dessen Marktbreite im deutschen Vergleich aber nicht zu den breitesten gehört. Wer Afrika-Cup-Spiele mit Nebenmärkten wie Eckbällen, Karten oder Spielerwetten sucht, sollte das aktuelle Wettprogramm prüfen, bevor er sich festlegt. VBet eignet sich für Spielende, denen eine breite Auswahl an afrikanischen und europäischen Fußballmärkten wichtiger ist als ein Live-Stream-Angebot.
Betway – Cash-Out und Konfigurator, Live-Streams nicht bestätigt
Betway ist seit dem 9. März 2021 auf der Whitelist, mit einer Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022. Inhaber ist die Betway Limited. Im Wettkonto lässt sich der Cash-Out über das grüne Symbol unter „Meine Wetten“ auslösen, ganz oder teilweise; ein Wettkonfigurator kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Fußballspielen zu einer Wette. Damit hebt sich Betway für Spielende hervor, die ihre offene Wette nicht bis zum Abpfiff laufen lassen wollen, sondern unterwegs einen Teil des Gewinns mitnehmen oder einen drohenden Verlust begrenzen möchten. Wer auf den Afrika-Cup live wetten will, muss prüfen, ob die zulässigen Live-Märkte – Endausgang, nächstes Tor – im Wettschein tatsächlich angeboten werden.
ODDSET – staatlicher Hintergrund, ältere Erlaubnis
ODDSET ist die Sportwettenmarke des deutschen Lotto- und Totoblocks. Die Erlaubnis für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb wurde vom Regierungspräsidium Darmstadt mit Bescheid vom 15. Dezember 2022 erteilt; die Aufsicht führt die GGL in Halle (Saale). Erste Erlaubnis war am 18. November 2020. Wer einen Anbieter mit direktem deutschem Hintergrund sucht, findet ihn hier; wer dagegen ein breites Live-Programm oder einen Konfigurator erwartet, sollte das Programm vor dem Spielen prüfen, weil ODDSET traditionell ein schlankeres Wettprogramm als die privaten Anbieter zeigt. Für Afrika-Cup-Spiele bedeutet das: verlässlich im Standardprogramm, bei ausgefallenen Nebenmärkten weniger tief.
bet365 – Platzhirsch mit langer Erlaubnis
bet365 ist seit dem 9. Oktober 2020 auf der Whitelist, mit einer Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022; Inhaberin ist die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta. Der Anbieter steht für eine breite Marktpalette und ein tiefes Live-Programm, soweit der Glücksspielstaatsvertrag Live-Wetten erlaubt. Wer auf Afrika-Cup-Spiele setzt, findet in der Regel den vollen 1X2-Markt, Über/Unter und asiatische Handicaps, wo sie angeboten werden. Welche Märkte im Einzelfall verfügbar sind, hängt von der Spielphase und der Popularität der Partie ab. Für Spielende, die bei einem Anbieter mit großer Fußballtradition bleiben wollen, ist bet365 eine der naheliegenden Adressen.
AdmiralBet – Erlaubnis seit 2020 mit drei Folgebescheiden
AdmiralBet gehört mit der Ersterlaubnis vom 9. Oktober 2020 zu den ersten Whitelist-Einträgen überhaupt. Inhaberin ist die Greentube Betting Malta Limited; die Whitelist verzeichnet Folgeerlaubnisse vom 13. Dezember 2022 und 29. Juli 2024, dazu eine eigene Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele auf einer separaten Domain. Für die Sportwette zählt allein die Whitelist-Sportwetten-Erlaubnis. Wer AdmiralBet wählt, bekommt einen Anbieter mit langer deutscher Erlaubnishistorie und einem österreichisch geprägten Hintergrund; die konkrete Afrika-Cup-Markttiefe lässt sich im eigenen Wettprogramm prüfen.
Tiptorro – kleine Marke, eigene App
Tiptorro ist die deutsche Marke hinter der Malteser Torro Tec Limited; die Whitelist-Erlaubnis besteht seit dem 30. Juni 2021, mit einer Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022. Die App wird im App Store von der Torro Tec Limited angeboten; sie beschreibt sich selbst als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der GGL. Tiptorro ist im Vergleich zu bet365, Betway oder Sportingbet eine kleinere Adresse, was sich im Fußballprogramm in einer schmaleren Marktpalette niederschlagen kann. Wer eine schlanke App und einen deutschsprachigen Anbieter mit einfacher Struktur sucht, ist hier richtig; wer ein breites Afrika-Cup-Programm mit vielen Sondermärkten erwartet, sollte das aktuelle Wettprogramm prüfen.
Sportingbet – Konfigurator und breite Sportauswahl
Sportingbet ist seit dem 9. Oktober 2020 auf der Whitelist, mit einer Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022. Im Wettangebot wirbt der Anbieter mit einem „Konfigurator+“ und mit Live-Wetten; das Sportangebot reicht von Fußball über Tennis, Basketball, Eishockey und Handball bis zu Darts und Snooker. Für Spielende, die neben dem Afrika-Cup auch andere Sportarten parallel bespielen, ist Sportingbet damit ein Kandidat, der in mehreren Märkten zu Hause ist. Die Afrika-Cup-spezifische Markttiefe lässt sich im Wettangebot prüfen; verlässlich ist der Anbieter in den großen Fußball-Ligen.
888sport – börsennotierte Holding hinter dem Angebot
888sport gehört zur 888-Gruppe, deren Holding 888 Holdings PLC in Gibraltar sitzt und seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert ist. Die deutsche Erlaubnis für 888sport besteht seit dem 30. Juni 2021, mit einer Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022. Hinter der Marke steht ein Konzern, der in Casino und Poker größer ist als im Sportwettenbereich; das Sportwettenangebot ist solide, aber nicht immer das breiteste im Feld. Für Afrika-Cup-Spiele heißt das: 1X2, Standardwetten und gängige Nebenmärkte sind in der Regel verfügbar, ausgefallene Spezialmärkte eher nicht. Wer einen Anbieter mit börsennotierter Mutter und damit erhöhter Publizität sucht, findet ihn hier.
DAZN Bet – Sportwetten zur Streaming-Marke
DAZN Bet wird von der DZBT Operations Limited mit Sitz in Zebbug, Malta, veranstaltet; die Whitelist-Erlaubnis besteht seit dem 22. August 2023. DAZN selbst ist vor allem als Sport-Streaming-Anbieter bekannt; die Wettmarke ergänzt das Programm um Sportwetten, ohne dass der Mutterkonzern ein klassischer Wettanbieter wäre. Für Spielende, die ohnehin DAZN nutzen, kann die Bündelung interessant sein; eigenständige Wettfunktionen wie ein Konfigurator oder ein besonders breites Afrika-Cup-Programm sind kein Kernbestandteil des Angebots. Wer eine eigenständige Wettoberfläche mit großer Fußballkompetenz sucht, findet sie eher bei den etablierten Wettmarken.
Interwetten – alte Marke, späte Erlaubnis
Interwetten ist eine der älteren Sportwettenmarken Europas, in Deutschland aber erst seit dem 2. November 2020 auf der Whitelist, mit einer Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022. Inhaberin ist die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Sliema, Malta. Die Marke steht für ein klassisches Sportwettenangebot mit Fußballschwerpunkt; ob ein eigenständiges Live-Programm verfügbar ist, lässt sich im aktuellen Wettangebot prüfen. Wer eine traditionsreiche Marke sucht und das Afrika-Cup-Standardprogramm spielen will, ist hier richtig; ausgefallene Afrika-Cup-Spezialmärkte muss der Blick ins Wettprogramm zeigen.
Rechtslage, Steuern und Spielerschutz
Erlaubnis, Whitelist und was eine .de-Domain wirklich bedeutet
Seit dem 1. Juli 2021 ist der Glücksspielstaatsvertrag 2021 in Kraft. Die GGL in Halle (Saale) erteilt die bundesweite Erlaubnis zur Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 und § 27f Abs. 1 GlüStV, überwacht den Markt und verhängt Bußgelder nach § 28a. Die Steuer ist Sache des Finanzamts, nicht der GGL. Die amtliche Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist die einzige Quelle, an der sich eine Erlaubnis ablesen lässt; eine maltesische oder eine Curaçao-Lizenz hat in Deutschland keine Bedeutung. Die Whitelist vom 2. Oktober 2026 enthält 30 Einträge – 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten) und drei Inhaber nur für Pferdewetten. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain, aber nicht jede .de-Domain ist erlaubt. Eine erste Erlaubnis läuft fünf Jahre; die Whitelist nennt nur das Datum der Erteilung, kein Enddatum. Nur die in der Whitelist genannte Domain darf Sportwetten annehmen; Erlaubnisse für Slots, Poker oder Casino sind andere Erlaubnisse mit anderen Regeln.

Was die GGL ausdrücklich sagt – und was sie nicht prüft
Die GGL hat am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten wie Platincasino gewarnt. Die Warnung gilt sinngemäß für jeden Anbieter, der nicht auf der Whitelist steht. Die GGL prüft die Erlaubnis und überwacht die Einhaltung der Spielerschutzregeln; sie prüft nicht, wie gut die Quoten eines Anbieters sind oder ob ein Bonus fair ist. Beide Dinge muss der Spielende selbst vergleichen.
OASIS, LUGAS und das Einzahlungslimit von 1.000 €
Die Spielersperrdatei OASIS wird bei Registrierung und Login abgefragt; eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spielende einen Zeitraum nennt, sonst mindestens ein Jahr. Die Limitdatei LUGAS setzt das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 € als Standard durch; ein Anbieter darf das Limit nur auf verifizierten wirtschaftlichen Nachweis für eine Einzelperson anheben, in der Regel bis 10.000 €, in Ausnahmefällen bis 30.000 € und auch dann nur für maximal ein Prozent seiner aktiven Spielenden. Eine Selbsterklärung reicht nicht. Eine Senkung greift sofort, eine Anhebung erst nach sieben Tagen. Die Aktivitätsdatei LUGAS verhindert paralleles Spielen bei mehreren Anbietern. Offshore-Anbieter sind an weder OASIS noch LUGAS angeschlossen; Spielende, die bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis spielen, fallen durch dieses Schutznetz.
Verifizierung, Konto und Auszahlung
Jeder Spielende darf bei einem Anbieter nur ein Konto führen, mit vollständiger Verifizierung nach § 6a GlüStV. Vor der Verifizierung darf der Anbieter das Spiel für höchstens 72 Stunden mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen erlauben. Einzahlungen sind nur von einem Zahlungskonto auf den Namen des Spielenden zulässig, das bei einem Verpflichteten nach dem Geldwäschegesetz geführt wird; anonyme Zahlungsmittel – also Kryptowährungen und anonymer Prepaid – sind im lizenzierten deutschen Markt nicht erlaubt. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter konkret akzeptiert, steht in dessen Geschäftsbedingungen; ein pauschaler Hinweis, dass „alle gängigen Methoden“ verfügbar seien, hilft dem Spielenden nicht weiter. Spielerguthaben liegt auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt.
Werbung, Boni und was „0 % Wettsteuer“ bedeutet
Werbung für Glücksspiel ist nur Erlaubnisinhabern erlaubt. Das Werbeverbot zwischen 6:00 und 21:00 Uhr betrifft Slots, Online-Poker und Online-Casinospiele, nicht Sportwetten; für Sportwetten gelten das Verbot von Werbung unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung desselben Ereignisses auf demselben Kanal, das Verbot von Werbung mit aktiven Sportlern und Funktionären sowie das Verbot einer Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz. Der Glücksspielstaatsvertrag enthält keine Klausel, die einen Sportwetten-Bonus der Höhe nach begrenzt; Umsatzbedingungen und Mindestquoten kommen allein aus den Geschäftsbedingungen des Anbieters. Wer mit „0 % Wettsteuer“ wirbt, meint die unternehmensseitige Entscheidung, die Steuer nicht an die Spielenden weiterzugeben, nicht den Wegfall der Steuer selbst – die 5,3 % werden vom Veranstalter weiterhin geschuldet.
Die Steuermechanik im Hintergrund
Die Sportwettensteuer nach §§ 16-25 RennwLottG beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ nach §§ 17 und 18, also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Die Steuer schuldet der Veranstalter, nicht der Spielende. Ob und wie der Anbieter sie weitergibt, ist seine Entscheidung; manche Anbieter ziehen sie von der Quote ab, andere vom Auszahlungsbetrag, manche tragen sie selbst. Wer eine Wette platziert, muss den konkreten Mechanismus des Anbieters prüfen, nicht die 5,3 % pauschal vom eigenen Einsatz abziehen. Auch bei Anbietern ohne deutsche Erlaubnis fällt die Steuer an, weil das RennwLottG nicht an die Erlaubnis anknüpft; eine entrichtete Steuer ist deshalb kein Beleg für eine Erlaubnis.
Zivilrechtliche Folgen: der Fall Tipico vor dem EuGH
Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 in der Rechtssache I ZR 90/23 die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht. Der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. In seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 hält der EuGH-Generalanwalt Nicholas Emiliou es grundsätzlich für möglich, nicht lizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten, mit einer Ausnahme, wenn Behörden zugesichert haben, die Erlaubnispflicht vorerst nicht durchzusetzen. Das Urteil steht noch aus; eine Erstattung ist damit nicht versprochen, aber die Diskussion zeigt, dass deutsche Zivilgerichte Spielenden, die bei Anbietern ohne deutsche Erlaubnis verloren haben, nicht grundsätzlich den Weg versperren.
Strafbarkeit der Teilnahme – die offene Frage
Die Teilnahme an unerlaubtem Glücksspiel kann nach § 285 StGB mit bis zu sechs Monaten Freiheitsstrafe oder Geldstrafe geahndet werden. Verfolgung gegen einzelne Spielende ist in der Praxis nicht etabliert; weder eine Garantie, dass niemand belangt wird, noch eine konkrete Bedrohung lässt sich aus der Norm ableiten. Wer bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis spielt, bewegt sich rechtlich in einer Grauzone, die sich mit einem Blick auf die Whitelist vermeiden lässt.
Verantwortliches Spielen rund um das Turnier
Warum ein Turnier das Budget besonders belastet
Ein Afrika-Cup bringt in wenigen Wochen eine ungewöhnliche Dichte an Spielen. Wer mehrere Spiele pro Tag verfolgt, sieht mehr Wetten, als er in einer normalen Bundesligawoche sieht, und ist dadurch anfälliger für Spontanwetten, die nicht zum eigenen Budget gehören. Das Standard-Einzahlungslimit von 1.000 € pro Monat ist dabei nicht nur ein Spielerschutzinstrument, sondern auch ein Werkzeug der Selbstkontrolle; wer es konsequent nutzt, kann nicht mehr setzen, als er sich vorgenommen hat. Anbieter auf der Whitelist sind verpflichtet, das Limit durch die LUGAS-Limitdatei durchzusetzen; ein Anbieter, der es ignoriert oder einen höheren Betrag ohne Nachweis zulässt, bewegt sich außerhalb der deutschen Erlaubnis.
OASIS, der Panikbutton und der Weg in die Selbstsperre
Wer merkt, dass er die Kontrolle verliert, hat in OASIS die zentrale Anlaufstelle. Die Selbstsperre wird online bei jedem lizenzierten Anbieter beantragt und gilt dann für alle Anbieter, die an OASIS angeschlossen sind. Wer kurzfristig eine Pause braucht, drückt den Panikbutton nach § 6i Abs. 3 GlüStV; er sperrt das Konto für 24 Stunden, sofort und ohne Wartezeit. Nach Ablauf der 24 Stunden kann die Sperre verlängert oder in eine dauerhafte OASIS-Sperre überführt werden. Der Panikbutton ersetzt keine längerfristige Sperre, aber er ist das schnellste Werkzeug in einer akuten Situation.
Was ein Anbieter zur Kontrolle beitragen muss
Lizensierte Anbieter sind verpflichtet, vor jeder Anmeldung einen Identitätsabgleich mit OASIS durchzuführen, das Einzahlungslimit technisch durchzusetzen und den Panikbutton sichtbar im Konto bereitzustellen. Sie müssen Spielende über die Risiken des Glücksspiels informieren, Hinweise auf Hilfsangebote anzeigen und verdächtige Spielmuster dem Geldwäschebeauftragten melden. Wer einen Anbieter ohne diese Funktionen nutzt, verzichtet auf einen Schutz, der in Deutschland zum Pflichtprogramm gehört.
Wo es Hilfe gibt
Bei Spielproblemen verweist die GGL auf die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und auf die Anlaufstellen der Bundesländer; die Telefonberatung der BZgA ist anonym und kostenlos. Wer für sich oder für Angehörige Hilfe sucht, muss diese Wege nicht selbst suchen, sondern kann sie direkt über die Hilfeseiten der lizenzierten Anbieter erreichen. Offshore-Anbieter zeigen diese Hinweise in der Regel nicht, weil sie an der deutschen Aufsicht nicht teilnehmen.
Häufige Fragen zum Afrika-Cup und zu Wetten
Gibt es einen Afrika-Cup 2026?
Nein. Im Veröffentlichungsjahr 2026 findet kein Afrika-Cup statt; die Ausgabe 2025 lief vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko, die nächste Ausgabe 2027 ist für den 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda geplant. Das Jahr 2026 im Suchbegriff steht für die Ausgaben 2025 und 2027.
Wann und wo findet der Afrika-Cup 2027 statt?
Der Afrika-Cup 2027 soll vom 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda ausgetragen werden. 54 Mannschaften haben sich zur Qualifikation gemeldet; die Endrunde umfasst 24 Teilnehmer.
Welche Wettarten gibt es bei einem Turnier mit Gruppenphase und K.-o.-System?
Neben dem 1X2-Markt auf das Einzelspiel sind Turniersieger, Halbfinaleinzug, Finaleinzug, Gruppensieger und Torschützenkönig üblich. Hinzu kommen Über/Unter auf die Toranzahl, Handicap-Linien und – je nach Anbieter – Spielerwetten, Eckbälle und Karten. Welche Märkte im Einzelfall verfügbar sind, hängt vom Wettprogramm des Anbieters ab.
Zählt bei K.-o.-Spielen die Verlängerung?
In der Regel ja. Wer nicht ausdrücklich auf „90 Minuten“ oder „nur reguläre Spielzeit“ wettet, schließt das Ergebnis nach Verlängerung und Elfmeterschießen ein. Bei Turniersiegerwetten zählt ohnehin der Ausgang des gesamten Wettbewerbs inklusive K.-o.-Runde.
Wie erkenne ich, ob ein Anbieter eine deutsche Erlaubnis hat?
Auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Sie führt pro Eintrag die Domain und den Erlaubnisinhaber mit Datum der Erteilung. Eine .de-Domain allein beweist keine Erlaubnis; eine maltesische Lizenz allein auch nicht. Wer auf der Suche ist, vergleicht die Domain im Browser mit dem Whitelist-Eintrag.
Was bleibt von einem Gewinn nach der Sportwettensteuer?
Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Ob und wie der Anbieter sie weitergibt, ist dessen Entscheidung – manche Anbieter ziehen sie von der Quote ab, andere vom Auszahlungsbetrag, manche tragen sie. Welcher Mechanismus gilt, steht in den Geschäftsbedingungen des Anbieters.
Turniere – wettseitenhub.com
Inhalt erstellt vom Team «wettseitenhub.com»
